Ein Ortsporträt von Christian Gallon

Im Bitburger Land zwischen Bitburg und Trier, unweit der Bundesstraße 51, liegt Gilzem. 395 Einwohner leben in der Eifelgemeinde. In den vergangenen Jahrhunderten war das Leben von der Landwirtschaft geprägt. Die kargen Lebensverhältnisse ließen viele Gilzemer Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts nach Brasilien und Amerika auswandern.
Mit deren Geschichte beschäftigt sich Werner Lichter. Der 37-Jährige hat die Ahnengeschichte seiner Vorfahren bis ins 16. Jahrhundert erforscht. Sein besonderes Interesse gilt der Geschichte der Hausnamen: Entstanden sind sie vor Jahrhunderten, abgeleitet vom Beruf des Hausbewohners. Im Haus Schreynisch beispielsweise wohnte früher ein Schreiner.

Über Jahrhunderte war das Dorfleben von der Landwirtschaft geprägt - heute gibt es immerhin noch fünf Landwirte in Gilzem. Einer davon ist der Familienbetrieb Felix Heck, der seit Generationen Viehzucht betreibt. Gilzem ist auch Wohngemeinde mit Kleingewerbebetrieben. Der größte davon ist der von Walter Dahm. Die vom Großvater gegründete Schreinerei hat sich inzwischen auf den Treppenbau sowie Aus- und Umbauten in Holz spezialisiert.

Alteingesessen im Ort ist auch die Familie Dichter. Seit 1908 gibt es das Gasthaus Dichter. Das leitet heute Klaus Dichter, dessen Wirtschaft auch mit einer Bundeskegelbahn - das heißt vier Bahnen nebeneinander - ausgerüstet ist und auf der die erste Mannschaft der Gilzemer Kegler, die derzeit in der Oberliga spielt, regelmäßig trainiert. Johannes Dichter führt mit seiner Tante das einzige Lebensmittelgeschäft im Ort - Gilzems Tante Emma Laden aus dem Jahre 1964.
Gilzem
Auf Omesen 2
54666 Irrel
Tel: 06525/79-0
Fax: 06525/7944
Letzte Änderung am: 14.05.2004, 00.00 Uhr