Ein Ortsporträt von Harald Hort

Preischeid, direkt an der Grenze zu Luxemburg gelegen, hat eine wechselhafte Geschichte. Immer wieder zogen Kriege durch den Ort mit seinen heute 180 Einwohnern. Zuletzt schossen die Amerikaner am 11. September 1944 ihre Granaten in die Bauernhäuser. Die Bewohner flüchteten in den Wald.

20 Jahre später errichteten sie zum Dank für das Überleben an der Stelle eine Marienkapelle. Auch die Kirche wurde stark beschädigt. Aber die Figur des heiligen Valentin hat die Angriffe überstanden. Doch Pfarrer Norta weiß: Das ist nicht der richtige Valentin und sammelt daher für einen neuen.

Schmuggel prägte die ersten Jahre nach dem Krieg. Die Preischeider haben sich originelle Taktiken ausgedacht, die Zöllner aufs Kreuz zu legen. Inzwischen trauen sie sich sogar, darüber zu sprechen. Die Schätze, die im ehemaligen Heimatmuseum rosten, sind meist noch aus der Vorkriegszeit. Doch anschauen kann sie niemand mehr. Seit der Museumsgründer gestorben ist, schlafen sie einen ungewissen Dornröschenschlaf.
Preischeid
Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Tel.: 06550/974100
Fax: 06550/974163
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 185 (Stand: April 2004) |
| Gemeindeart: | landwirtschaftlich geprägt |
| Geschichte: | In Urkunden erscheint Preischeid zuerst 1290 als "Printscheit". 1625 heißt der Ort "Bridscheidt" und besteht aus zehn Vogteien, die bis auf den heutigen Tag den Stamm der Siedlung bilden. |
| Tourismus: | Waldhotel "Machtemesmühle" (Campingplatz) |
| Vereine: | Freiwillige Feuerwehr |
Letzte Änderung am: 27.05.2005, 00.00 Uhr