Ein Ortsporträt von Hermann Götz

Vierherrenborn wird im Jahre 1954 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es ist die jüngste Gemeinde im Land, in mancher Hinsicht außergewöhnlich. Das Dorfbild wird bestimmt von der Landwirtschaft. Zur Gründerzeit 1954 waren ausnahmslos alle Einwohner in der Landwirtschaft beschäftigt. Ackerland und Wohnhaus bildeten immer eine Einheit, daher liegen die 42 Höfe Vierherrenborns kilometerweit auseinander. Der Grund und Boden musste der Natur Quadratmeter für Quadratmeter abgerungen werden. Als die ersten Siedler hierher kamen, mussten sie Hecken und Büsche roden. Von Hand. Beim Pflügen und Umgraben entdeckte man anhand vieler Fundstücke, dass hier schon die Römer zu Hause gewesen waren.

Der Name der jungen Gemeinde geht auf einen Brunnen zurück. Zum ersten Mal ist 1618 in einer Urkunde von vier Vögten die Rede, deren Einflussbereiche bis zu eben diesem Brunnen reichten: "Also da jeder Herr bei bemelten Brunnen sitzen undt einer dem andern uff des andern Vogteyen ein Drunck wie auch Essen langen kann." Vierherrenborn ist zwar als Gemeinde jung, aber es kann auf eine lange Kultur-Geschichte zurückblicken. Wie es in der Zukunft mit der außergewöhnlichen Gemeinde aussieht, deren Fläche ausnahmslos zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt wird, hängt sicherlich weniger von den 200 Vierherrenbornern als von der großen Politik ab.
Vierherrenborn
Rathausstraße 1
54427 Kell am See
Tel: 06589/179-0
Fax: 06589/17913
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 212 (Stand: 2004) |
| Gemeindeart: | Streusiedlung |
| Geschichte: | jüngste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, entstanden 1954 aus Rodungen von Brachland. Institution "Rheinische Heim" betreut dieses Projekt. Erste Besiedlungen seit 1937, 2. Phase: Selbstroder, 3. Phase: Heimatvertriebene. |
| Touristik: | Jugendfreizeithaus, Vierherrenbrunnen, Spielplatz, Landpension Rimpler |
Letzte Änderung am: 16.05.2005, 00.00 Uhr
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