Ein Ortsporträt von Jutta Kastenholz

Auf der Pirsch im Jagdrevier des Prinzen zu Wied: Noch heute sind Naturfreunde überrascht von der Artenvielfalt rund um die Westerwälder Seenplatte. Schon der berühmte Amerikaforscher Maximilian aus dem Hause Wied hatte vor mehr als 150 Jahren in seinen Tagebüchern die Tiere aufgelistet, die er auf seinen Streifzügen entdeckte. Diesem Hobby widmete er genau so viel Sorgfalt wie seinen Aufzeichnungen in Nordamerika, die sogar Karl May inspiriert haben sollen. Sein Jagdhaus steht noch heute in Seeburg, einem Ortsteil von Steinebach mit nur 24 Einwohnern.

Monika Bartz, die einen kleinen Keramikladen betreibt, ist eine direkte Nachfolgerin der Kolonisten, die im 18. Jahrhundert vom Fürsten zu Wied hier angesiedelt wurden. Auch wenn der Ort heute idyllisch erscheint, die Geschichte von Seeburg ist wechselvoll. Zeitweise war der Flecken sogar als Räubernest verschrieen, viele Anekdoten erzählen von damals.

Auch Wolfgang Lambrecht, der das Jagdhaus des Prinzen zu Wied vor 25 Jahren selbst renoviert hat, bewahrt die Geschichte des Ortes. Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und handelt mit alten Büchern. Die Liebe zur Vergangenheit hat er an seinen Sohn weitergegeben, der in seiner Werkstatt antike Möbel restauriert.
Seeburg
Verbandsgemeinde Hachenburg
Gartenstraße 11
57627 Hachenburg
Tel: 02662/801-0
Fax: 02662/801260
| Einwohnerzahl: | 24 (Stand: 2004) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde, Kunstgewerbe |
| Tourismus: | Rundwanderweg Dreifelder Weiher, "Haus am See" und Camping am Dreifelder Weiher (Familie Schneider Tel: 02662/7147) |
| Geschichte: | 1763 als "Kolonie" für verdiente Soldaten des Siebenjährigen Krieges vom Grafen Carl zu Wied-Neuwied gegründet |
Letzte Änderung am: 14.03.2005, 00.00 Uhr