Oberirsen
Ein Ortsporträt von Lutz Näkel

Direkt an der Nordgrenze von Rheinland-Pfalz, in der Nähe von Altenkirchen, liegt der 718-Einwohner-Ort Oberirsen. Die Gemeinde besteht aus drei Ortsteilen, Rimbach, Marenbach und dem eigentlichen Oberirsen, die sich 1969 zusammenschlossen.

Zu trauriger Berühmtheit gelangte der Ort in der Endphase des Zweiten Weltkriegs, als hier das letzte Hauptquartier der Heeresgruppe West eingerichtet war. Damals wurden hier die Verteidiger der Brücke von Remagen um Major Scheller zum Tode verurteilt und hingerichtet, wegen angeblicher "Feigheit vor dem Feind". Ein Gedenkstein erinnert an die zu Unrecht getöteten Offiziere.

Oberirsen ist heute eine Wohngemeinde, die Landwirtschaft spielt noch eine kleine Rolle, aber die meisten Einwohner sind Pendler und fahren nach Bonn oder ins Siegerland zur Arbeit. Wer noch im Ort arbeitet, hat oft mit dem Werkstoff Holz zu tun: Frank Seifen ist Schreiner, entwirft und baut kunstvolle, individuelle Möbel nach Kundenwunsch. "Objekte aus Baum" erschafft der Künstler Peter Lang, fantastische Skulpturen aus ganzen Stämmen. Und für Nachschub sorgt Siegfried Orth. Der betreibt immer noch sein Holzrückegeschäft, obwohl er eigentlich längst im Rentenalter ist.
Oberirsen
Verbandsgemeinde Altenkirchen
Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen
Tel: 02681/85-0
Fax: 02681/7122
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 694 (Stand: 2005) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde mit Land- und Forstwirschaft |
| Touristik: | Gaststätte "Landgasthof Steinbach" |
| Geschichte: | Besiedlung im 6-9 Jahrhundert, erste urk. Erwähnung 1219. 1945 wurden in Rimbach und Oberirsen die Todesurteile über die Offiziere: Strobel, Kraft, Scheller und Peters wegen der missglückten Sprengung der Brücke von Remagen gefällt und vollstreckt. |
| Vereine: | 1. Eisstockclub Oberirsen 2002 e.V., Schützenverein 1966 e.V., MGV 1904 e.V, Hobby-Fußballclub |
Letzte Änderung am: 10.03.2005, 00.00 Uhr
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