Ein Ortsporträt von Christian Gallon

Dichtelbach liegt am äußersten östlichen Ende des Rhein-Hunsrück-Kreises, ein Kilometer von Rheinböllen und der A 61 entfernt. Der Ort leitet seinen Namen vom "Dichtelbach" ab, der zwischen Rheinböllen und Rheinböllerhütte in den Guldenbach mündet. Dieser "Dichtelbach" wurde 996 erstmals urkundlich erwähnt, als König Otto III. den Binger Wald Erzbischof Willigis von Mainz schenkte.

In der ländlichen Wohngemeinde (etwas Kleingewerbe, keine Geschäfte) leben heute fast 700 Menschen. 121 von ihnen sind über 60 Jahre alt und viele von ihnen werden vom Seniorenhelferkreis betreut. "Im Alter zu Hause leben" nennt sich das Pilotprojekt, initiiert von der Verbandsgemeinde Rheinböllen. Lothar Schneider ist dabei der "Seniorenbeauftragte". Unterstützt von einer ausgebildeten Pflegerin helfen 15 Dichtelbacher Bürger ehrenamtlich anderen älteren Bewohnern im Alltag, bei Einkäufen, Spaziergängen oder dem gemeinsamen Mittagessen. Zum Beispiel in der Pension "Felsenkeller". Seit mehr als 100 Jahren ist der Betrieb im Familienbesitz. Heute leitet ihn Ilse Weber mit ihrer Familie. Eine der örtlichen Spezialitäten ist das "Schalesessen" - geriebene Kartoffeln mit Speck und Zwiebeln.

Seit fünf Jahren lebt Brigitte Scheib in Dichtelbach. Mit ihrem Mann leitet sie ein "Yoga-Zentrum". Vor 15 Jahren erlitt die heute 62jährige einen Bandscheibenvorfall, beschäftigte sich daraufhin intensiv mit Yoga und gibt heute mehrmals die Woche Kurse. Die Teilnehmer kommen sogar aus dem Rhein-Main-Gebiet extra zu ihr nach Hause - in das "Yoga-Zentrum". Auch ein Zugezogener ist Wolfgang Hase. Seit mehr als 30 Jahren besitzt der gelernte Bauzeichner und Dekorateur eine eigene Druckerei. Für viele mittelständische Betriebe druckte er Broschüren und Flyer. Seine große Leidenschaft aber sind Ortschroniken. Für sechs Gemeinden im Rhein-Hunsrück-Kreis war er bereits tätig - auch für Dichtelbach.
Dichtelbach
Am Markt 1
55494 Rheinböllen
Tel: 06764/39-0
Fax: 06764/3958
| Daten & Fakten | |
| Einwohner: | 692 (Stand: 2005) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde mit Landwirtschaft und Gewerbe |
| Geschichte: | erstmals 996 urkundlich erwähnt, als König Otto III. den Binger Wald Erzbischof Willigis von Mainz schenkte, seit 1996 gibt es eine Chronik mit Fakten und Daten |
| Tourismus: | Radwandernetz der Verbandsgemeinde, Gasthaus "Felsenkeller", private Gästezimmer |
| Vereine: | Tus Dichtelbach 1904, Feuerwehr, Gemischter Chor, Landfrauen |
Letzte Änderung am: 18.02.2005, 00.00 Uhr