Ein Ortsporträt von Petra Martin

Ein Ort vor Trier - kein Vorort von Trier: Darauf bestehen die Einwohner von Gusterath. Tatsächlich gibt es in dem 2.000-Einwohner-Ort eine Infrastruktur, die sich sehen lassen kann: Busverbindungen ins nahegelegene Trier bis spät in die Nacht, einen Kindergarten, eine Grundschule, ein Hotel, ein Supermarkt, gleich zwei Kirchen, eine Bank, eine Apotheke, eine Post, eine Volkshochschule, ein Jugendtreff. Sogar eine Kompostanlage für die Gartenabfälle der Gusterather betreibt die Gemeinde. Auch Arbeitsplätze gibt es im Ort. Im ehemaligen Industriegebiet des Schuhfabrikanten Romika haben sich zahlreiche Kleinbetriebe angesiedelt, wie zum Beispiel die biologische Schreinerei Rudi Müller, die sich auf die Produktion edler Holzküchen spezialisiert hat.

Der Ort ist in den vergangenen 30 Jahren gewaltig gewachsen - um satte 1.750 Einwohner. Die Gemeinde hat immer wieder günstiges Bauland ausgewiesen. Trotz der vielen Neubürger soll das alte Gusterath nicht in Vergessenheit geraten. Das Heimathaus aus dem Jahre 1800 ist ein "genutztes" Museum. Der Gemeinderat tagt darin, auch die Bücherei ist hier untergebracht. Der gebürtige Gusterather Karl-Heinz Becker führt Touristen durch das Bauernhaus, in dem sowohl der Hausbrunnen als auch der gemauerte Backofen und der gewaltige Rauchfang original erhalten sind.

Neben vielen anderen Vereinen gibt es in Gusterath die Versehrtensportgruppe. Hier trainieren Menschen, die der Krieg gezeichnet hat oder die nach schweren Erkrankungen wieder auf die Beine kommen wollen. Hedy Bertrams kümmert sich eher um die Eitelkeiten ihrer Kundinnen - die Mode-Designerin bietet Farb- und Typberatung an. Sie gibt Antwort auf solch quälende Fragen wie: Welche Farben passen zu mir, soll ich Pumps oder doch lieber festes Schuhwerk tragen?
Gusterath
Rheinstraße 44
54292 Trier
Tel: 0651/551-0
Fax: 0651/55159
Letzte Änderung am: 03.02.2005, 00.00 Uhr