Ein Ortsporträt von Uwe Reiter

Hirschberg gehört zur Verbandsgemeinde Diez. Das Dorf hat den Hirsch im Wappen und verdankt seinen Namen wohl den vielen Hirschen, die es früher hier gab, als der Wald- und Wildbestand rund um den "Höchst", den höchsten Berg der Umgebung, noch viel größer war als heute. 1336 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Um 1400 errichtete man in Hirschberg eine Kapelle, von der sich allerdings nur die Glocke noch erhalten hat. Wie die meisten Dörfer der Umgebung musste auch Hirschberg unter den Drangsalen des 30-jährigen Krieges leiden. Anfang des 19. Jahrhunderts soll Schinderhannes hier sein Unwesen getrieben und sich mit dem Schnaps der Brennerei Meckel gestärkt haben. Die Brennerei gibt es noch heute.

Während früher die Menschen von der Landwirtschaft lebten, von dem Handwerk, und von der Arbeit in einem nahegelegenen Steinbruch, verdienen sie heute ihren Unterhalt als Pendler in der Region. Hirschberg ist ein Ort mit interessanten Menschen, wie zum Beispiel einem Freund Oskar Schindlers, der noch viele Gegenstände aus der Zeit aufbewahrt hat. Schindler hat 1200 Juden vor der Vernichtung gerettet und ist durch den Film "Schindlers Liste" weltweit bekannt geworden. Hierzuland erzählt davon, aber auch von anderen, nicht minder spannenden Lebenswegen und nicht zuletzt auch von den herrlichen Wanderwegen, die Hirschberg umgeben.
Hirschberg
Louise-Seher-Str. 1
65582 Diez
Tel: 06432/501-0
Fax: 06432/501242
| Daten & Fakten | |
| Einwohner: | 425 (Stand: Januar 2005) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Tourismus: | Lubentiusweg (Wanderweg), Halfterweg (Wanderweg), Schnapsbrennerei Meckel |
| Geschichte: | 1336 erste urkundliche Erwähnung, damals noch unter dem Namen "Hirtzberg", schwere Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) |
| Vereine: | Chor "Liederblüte", Sportverein "SV 1967", Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Hirschberg |
Letzte Änderung am: 27.01.2005, 00.00 Uhr