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Albersweiler

Ein Ortsporträt von Herrmann Götz

Jahrhundertelang verlief eine Staatsgrenze mitten durch Albersweiler. Die heutige Hauptstraße war damals die Grenzlinie zwischen dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und den Löwensteinern. Das Leben war nicht ganz einfach: Wer Feld im Süden hatte und im Norden wohnte, musste sich mit dem Überqueren der Hauptstraße auf ein völlig anders geartetes Rechtssystem einlassen. Und im Dreißigjährigen Krieg wurde zunächst der Südteil Albersweilers zerstört - der war protestantisch, im Norden war man gerade katholisch. 12 Jahre später zerstörten dann die protestantischen Schweden den katholischen Nordteil.

Der älteste Ortsteil Albersweilers ist St. Johann im Norden. Dort ist ein archäologischer Park entstanden. Bei Ausgrabungen fand man Reste von den Fundamenten dreier Kirchen - und auch römische Reste. Gleich nebenan steht das Rokokoschlösschen der Fürsten von Löwenstein-Wertheim. Heute dient es der BASF als Studienhaus. In Albersweiler selbst gibt es den ältesten künstlichen Wasserweg Deutschlands. 1687 wurde ein Kanal gebaut, um Steine aus dem Steinbruch Albersweiler zur Festung Landau zu befördern. Sandstein wird heute nicht mehr abgebaut, dafür Gneis für den Straßenbau.

Sandstein war das Material für die Kirchen im Dorf. Die hat der Architekt August von Voit im neuromanischen Stil erbauen lassen - er ist auch der Architekt der Alten Pinakothek in München. Noch immer dominiert - neben der Bergkirche - ein Schornstein die Dorfansicht. Er gehört zur ehemaligen Streichholzfabrik. Wirtschaftlich spielen heute der Wein und der Tourismus eine bedeutende Rolle. 14 Winzer arbeiten hauptberuflich in den Weinbergen, die Albersweiler malerisch umgeben.


Albersweiler



Verbandsgemeinde Annweiler

Meßplatz 1
76855 Annweiler am Trifels
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Fax: 06346/301200

www.albersweiler.de

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