Ein Ortsporträt von Peter Thielen

Der 23. April 1982 war wohl der spektakulärste Tag in der Birresdorfer Geschichte. An diesem Tag begann aus verkehrstechnischen Gründen die Versetzung der Hubertuskapelle von ihrem "Geburtsort", an dem sie rund 300 Jahre gestanden hatte, um rund 30 Meter zu dem für sie neu auserkorenen Platz.

Wenn man nach 300 Jahren festem Wohnsitz noch einmal auf Wanderschaft gehen soll, kann einem schon das Herz zerbrechen. Im Fall der Birresdorfer Kapelle blieb es zum Glück nur bei Tränen, sprich Regen, feinem Nieselregen, der fast so lange anhielt, bis die Kapelle ihren neuen Standort eingenommen hatte. Sie war bereits am Freitag, dem 23. April, um rund sechs Meter nach Süden versetzt worden.

Am Montag, dem 26. April, etwa gegen 9.30 Uhr, wurde sie um 90 Grad gedreht und dann nach Westen auf einen neuen Platz gezogen. Auf diesem Teilstück der Verschiebebahn kam es zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall: Sie rutschte von den mit einem Spezialgleitmittel geschmierten Platten ab. Jedenfalls: Etwa gegen 15.00 Uhr war der neue Standort erreicht, sie war nun "total verrückt".
Birresdorf
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Letzte Änderung am: 08.12.2004, 00.00 Uhr