Ein Ortsporträt von Ulrike Wilhelm

Ganz im Süden des Hunsrücks, nur drei Kilometer vor der saarländischen Grenze, eingebettet in die waldreiche Landschaft des Schwarzwälder Hochwaldes liegt Neuhütten. Belgische Einwanderer, Wallonen, gründeten vor 300 Jahren eine Eisenhütte und das Dorf. Mit Eisenschmelze und Köhlerei fristeten sie ein eher kümmerliches Dasein. Das Hammerwerk, das zur Schmelze gehörte, ist heute rekonstruiert und zeigt, unter welchen Bedingungen die Vorfahren lebten. Die Gaststätte "Köhlerhütte", Vereinsheim des Heimatvereins, erinnert ebenfalls an die Ursprünge des Tausend-Einwohner-Ortes.

Die heutigen Neuhüttener fahren meist weit für ihre Arbeit, nach Hermeskeil, Idar-Oberstein oder sogar nach Trier. Auch zum Einkaufen. Frische Brötchen gibt´s allerdings vom örtlichen Bäcker Bruno Becker, der täglich mit zwei Verkaufsautos durch das drei Kilometer lange Straßendorf und die Umgebung fährt. Nicht alltäglich und nicht für jeden Tag ist das Restaurant "Le Temple du Gourmet" von Christiane Detemple und Oliver Schäfer. Die gelernten Sterne-Köche haben das Restaurant im elterlichen Wirtshaus vor zehn Jahren gegründet und prompt einen Michelin-Stern eingeheimst.

Am Dollberg, Neuhüttens Hausberg, liegt der Skihang, 300 Meter lang, mit einem Gefälle von 12 bis 15 Prozent. Über Mitgliedermangel kann sich der Skiklub nicht beklagen. Und Schnee gibt´s hier noch, wenn rundum schon keiner mehr liegt. Der Wald um Neuhütten und den Ortsteil Muhl pflegt Förster Willi Zimmermann naturnah. Hat er doch durch den Sturm "Wiebke" große Mengen Holz verloren.
Neuhütten
Langer Markt 17
54411 Hermeskeil
Tel.: 06503/809-0
Fax: 06503/809200
Letzte Änderung am: 29.11.2004, 00.00 Uhr