Ein Ortsporträt von Vera Panhoff

Seit 1969 ist Weierbach Ortsteil von Idar-Oberstein, mit inzwischen fast 3.000 Einwohnern. Anders als Idar und Oberstein ist es kein traditionelles Edelsteinzentrum. Doch auch in Weierbach arbeitet noch heute ein Edelsteingraveur, dessen Kunst international anerkannt ist. Ein anderer, der dasselbe Handwerk gelernt hat, ist inzwischen Lehrer, Schriftsteller und Maler. Er skizziert seine Mitbürger, die heimatliche Landschaft und er hat gemeinsam mit anderen ein Mundartwörterbuch herausgegeben.

Ein 16-Jähriger leitet den Kirchenchor, nachdem er selbst lange im Dresdner Kreuzchor gesungen hat. Ein Rentner brennt Namen oder Sinnsprüche ganz nach Wunsch in Baumscheiben ein und spendet den Erlös für wohltätige Zwecke. Und wo einst der "Hannes durch den Wald", d. h. der Schinderhannes, gehaust hat, sitzen heute die Spießgesellen. Es sind Weierbacher Vereinsmitglieder beim Spießbratenessen. Weierbach ist der Ort, aus dem das Julchen, die Braut des berühmten Räuberhauptmannes stammt.

Die lokale Symbolfigur ist der "Spitzbub": Die Weierbacher trugen diesen Beinamen. Es sind aber alles durchaus ehrenwerte Leute, die die Sendung "Hierzuland" angetroffen hat.
Weierbach
Georg-Maus-Str. 1
55743 Idar-Oberstein
Tel.: 06781/64-0
Fax: 06781/64444
Letzte Änderung am: 24.09.2004, 00.00 Uhr