Ein Ortsporträt von Wolfgang Bartels

Gelebt hat sie im Allgäu und auf Helgoland, in den Rocky Mountains und auf Bali, aber erst im kleinen Eifeldorf Mauel hat Anne Rensing das in Hülle und Fülle gefunden, was sie überall gesucht hat: Wildblüten. Während des ganzen Sommers ist die Kräuterfrau in Wiesen und Wäldern unterwegs, um Blüten zu sammeln und heilkräftige Essenzen zu gewinnen, die sie unter dem Namen "Irisflora" vertreibt.

Doch ganz so beschaulich, wie es vielleicht klingt, ist es in dem 68-Einwohner-Dörfchen auf den Islek-Höhen im Moment nicht: Alle Straßen sind aufgerissen, der Ort erhält als einer der letzten in der Eifel eine Kanalisation. Seit dem Ende des Krieges ist dies das größte Aufbauprogramm für Mauel. Die "Keimzelle" für Mauel war die Siedlung Urmauel, heute außerhalb des Ortes am Ufer des Flüsschens Prüm gelegen. Aber nicht nur wegen der denkmalgeschützten Gehöfte kommen Besucher hierher, sondern vor allem wegen des Zeltplatzes.

Besonders reizvoll ist eine stürmische Floß-Fahrt auf der Prüm. Beliebtes Ziel bei Wanderern, Radlern und Reitern ist der Hubertushof etwas außerhalb des Ortes.
Pfarrer und Förster sind in Mauel eine wohl seltene Koalition eingegangen. Der Wald rings um das Dorf gehört seit dreihundert Jahren einer kirchlichen Stiftung, der Faberschen Studien-Stiftung. Deshalb freut sich Pfarrer Hubert Colling über jeden gefällten Baum. Denn aus dem Erlös finanziert die Stiftung Stipendien für Studenten.
Mauel
Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Tel.: 06550/974100
Fax: 06550/974163
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 68 (Stand: April 2004) |
| Gemeindeart: | Land- und forstwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde |
| Geschichte: | Erste Erwähnung 1345. Der Ursprung lag in der etwa einen Kilometer entfernten Siedling Urmauel, deren Gehöfte heute unter Denkmalschutz stehen. Gehört heute zur Verbandsgemeinde Arzfeld im Landkreis Bitburg-Prüm. |
| Tourismus: | Zeltplatz, Wanderwege |
| Vereine: | Freiwillige Feuerwehr |
Letzte Änderung am: 10.09.2004, 00.00 Uhr