Ein Ortsporträt von Harald Hort

Wenn die Jungmayen sich jede Woche treffen, dann gibt´s immer was zu ratschen, denn das versteht man in Bollenbach unter dem Wort "mayen", erzählen vielleicht etwas klatschen. Diesmal haben die jungen Frauen aus dem Dorf nur ein Thema: Das Fernsehen kommt und jetzt geht´s darum, was man den Leuten anderswo präsentieren kann.

Die Kirche von 1719 "muss rein" und die ehemalige Gesellschaftsmühle, die immer noch funktioniert. Die historische Eiche am Grillplatz. Die ist immerhin 500 Jahre alt. Aber auch die Kaisereiche und die Schillereiche, von der aus man denn schönen Blick aufs Dorf hat. Der letzte Bauer und gleichzeitig einzige Wirt im Ort ist wichtig! Aber auch der Schiefersteinbruch, der zwar seit der 80er-Jahren nicht mehr ausgebeutet wird, dafür verarbeiten die Maschinen jetzt chinesischen Schiefer.

Fast hätten sie ihn vergessen, die eifrigen Jungmayen: den Gewinner der Bronzemedaille im Kanufahren 1964 in Tokio. Er betreibt hier eine kleine Firma für Wassersport-Zubehör. Er soll natürlich auch "rein ins Fernsehen".
Bollenbach
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Letzte Änderung am: 20.12.2004, 00.00 Uhr