Ein Ortsporträt von Harald Hort

Dierfeld in der Eifel ist die kleinste selbstständige Gemeinde in Deutschland. Zehn Menschen sind hier gemeldet. Sie bilden den Gemeinderat und, in diesen Tagen, den Wahlvorstand. Und sie sind gleichzeitig eine Familie.
Dierfeld ist ein Hofgut, ein Landwirtschaftsbetrieb, aber auch eine Kommune. Herr Greve-Dierfeld ist auf der einen Seite Bürgermeister, auf der anderen Firmenchef. Als solcher muss er sehen, dass er sein Unternehmen in harten Zeiten über Wasser hält.

Das gelingt ihm durch die Vermarktung ungewöhnlicher Produkte, wie zum Beispiel "Schmuck-Grün". Vor allem vor Weihnachten werden Tannenzweige abgeschnitten, gewogen und gebündelt. Daraus machen Blumengeschäfte Kränze und Gestecke. Die Tradition wird hoch gehalten in Dierfeld. Sogar die Wahlurne für die Kommunalwahlen hat 50 Jahre auf dem Buckel! Im Heimatmuseum von Manderscheid ist die Ortsgeschichte dokumentiert.

Mit den Grafen von Manderscheid fing es an. Von ihrer Burg aus beherrschten sie im Mittelalter große Teile der Eifel. Im 16. Jahrhundert bauten sie ein Jagdhaus in Dierfeld, das sie später ihren Verwaltern, der Familie Rüth von Aspe, überließen. Dann bekam es Heinrich-Josef Thielen, der "Eifelheinrich", ein bedeutender Politiker und Reformer in der Region. Ihm folgte 1909 Hermann von Greve, der Vater des heutigen Besitzers.
Dierfeld
Kurfürstenstr. 15
54531 Manderscheid
Tel.: 06572/9215-0
Fax: 06572/921550
Letzte Änderung am: 14.06.2004, 00.00 Uhr