Ein Ortsporträt von Gabriele Heyder

Wer hierher kommt, beginnt eine Zeitreise - mal 100, mal 200 oder mal nur 50 Jahre zurück. Das Freilichtmuseum Bad Sobernheim ist eine Schatztruhe. Seine Juwelen sind Häuser: charakteristische Gebäude aus verschiedenen Regionen von Rheinland-Pfalz. Sie zeigen, wie in den Regionen gebaut wurde, welche architektonischen Unterschiede oder Ähnlichkeiten es gab und noch gibt.

Und diese Kostbarkeiten haben es auch in sich. Die Innenräume wecken beispielsweise Erinnerungen an das Friseur-Handwerk der 50er Jahre oder an die Metzgereien um die Jahrhundertwende. Originalgetreue Einrichtungen lassen die damaligen Zeiten und das Handwerk jener Jahre aufleben. Aber auch der Alltag ländlichen Lebens wird dem Besucher vor Augen geführt.

Das Museumsdorf Bad Sobernheim liegt im Seitental der Nahe im so genannten Nachtigallental. Das Freilichtmuseum will nicht nur einzelne vom Untergang bedrohte historische Gebäude der Nachwelt erhalten, sondern charakteristische Siedlungs- und Bauweisen verschiedener Dorfformen aus Rheinland-Pfalz darstellen, um Rückschlüsse auf früheres Leben und Arbeiten zu ermöglichen.
1973 wurde das Museum gegründet. Auf seiner Fläche von 35 Hektar (etwa 70 Fußballfelder) bietet es eine Vielzahl von Tal- und Hanglandschaften mit Acker-, Wiesen-, und Waldflächen. Dort sind vier Museumsdörfer aufgebaut.
Letzte Änderung am: 04.06.2004, 00.00 Uhr