Ein Ortsporträt von Lutz Näkel

Eine gute Gelegenheit sich zu treffen, haben die Kettenhausener selten. In dem 230-Einwohner-Dorf im Westerwald gibt es keine Kneipe und kein Dorfgemeinschaftshaus, auch keine eigenen Vereine. Deshalb ist die Maifeier der alljährliche Höhepunkt des Dorflebens: Auf dem Festplatz versammelt sich dann ganz Kettenhausen, um in den Mai zu tanzen und zu feiern. Aber vorher muss der Maibaum aus dem Gemeindewald geholt und aufgestellt werden.

Der Wald spielt für die Kettenhausener schon lange eine wichtige Rolle, genau gesagt seit 1750. Damals bekamen sie vom Fürsten zu Sayn-Wied die Waldnutzungsrechte, die Anteile wurden nach der Anzahl der Schornsteine vergeben. Bis heute sind diese Anteile weitervererbt worden, 16 "Waldinteressenten" versorgen sich immer noch mit Brenn- und Bauholz aus dem Kettenhausener Forst.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier auch Eisenerz gefördert. Mehr als 700 Meter tief waren die Förderschächte der Grube "Hoffnungstal". Ein Wassereinbruch machte dem Erzbergbau ein Ende.
Kettenhausen
Rathausstr. 13
57610 Altenkirchen (Westerwald)
Tel.: 02681/85-0
Fax: 02681/7122
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 230 (Stand: 2004) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde mit Gewerbe |
| Geschichte: | 1359 erstmals urkundlich erwähnt (Kedinhausen) |
| Vereine: | Chorgemeinschaft Busenhausen/Kettenhausen |
Letzte Änderung am: 21.05.2004, 00.00 Uhr