Ein Ortsporträt von Gabi Keller

Schon seit dem Mittelalter prägen Esel ganz wesentlich das Leben in Eschbach. Sie trugen die Lasten hoch zur Madenburg, wenn die Bauern ihren Lehnsherren den Zehnten schuldeten. Esel gibt es heute auch noch. Nicht nur auf den Bildern, die aus der uralten Eschbacher Druckerei kommen.

Es gibt sie leibhaftig. Monika Benz hat eine kleine Herde. Jeder ihrer Esel brachte eine lange, oft traurige Lebensgeschichte mit. Die früher verhaltensgestörten Tiere sind heute ausgeglichen und kein bisschen störrisch. Oft kommen behinderte Judendliche zum Streicheln, Bürsten oder Füttern. Auf sie reagieren die grauen Gesellen besonders geduldig. Monika Benz bietet auch Eselwanderungen für gesunde Kinder an - als "Abenteuer".

Um Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, bemühen sich Naturschützer und Winzer gemeinsam. Erfolgreich haben sie zuletzt die Gelbbauchunke wieder angesiedelt. Winzer Stefan Schnitzer betreibt auf seinem Weingut ein Blockheizkraftwerk mit Biogas. Damit erzeugt er Strom und Warmwasser für seinen Betrieb - weltweit einmalig. Ungewöhnlich ist auch das Engagement von Christl Krzepinski.
Sie gibt ausrangierten Pflanzen eines Großmarktes das Gnadenbrot. Sie päppelt sie wieder auf und stellt sie gegen eine Spende an den Straßenrand. Denn ihr eigener, gigantischer Wintergarten steht voller geretteter Blumen. Auch künstlerisch sind die Eschbacher aktiv. Hoch oben auf der Madenburg zeigt die Theatergruppe Kostproben ihres Repertoires.
Eschbach
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Letzte Änderung am: 06.05.2004, 00.00 Uhr