Ein Ortsporträt von Gudrun Fünter

Das 480 Einwohner Dorf Linkenbach hat schon in mancher Hinsicht Schlagzeilen gemacht. Etwa, weil auf seiner Gemarkung die mechanisch-biologisch-Abfallbehandlungsanlage des Kreises Neuwied steht. Sie war die erste ihrer Art in Rheinland-Pfalz und hatte Modellcharakter für viele ähnliche Anlagen im In- und Ausland. Restmüll aus der grauen Tonne wird hier wie in einem riesigen Komposthaufen zur Verrottung gebracht. Infolge verschärfter gesetzlicher Bestimmungen muss die MBA Linkenbach sechs Jahre nach Inbetriebnahme allerdings schon wieder umgebaut werden. Zusätzlich zur Intensivrotte muss eine Nachrotte errichtet werden.

Die Nähe zur MBA und zur Deponie haben Linkenbach in seiner Entwicklung nicht geschadet. Der Ort war zehn Jahre lang Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung. In dieser Zeit wurden viele Straßen neu gepflastert und viele Privathäuser renoviert.

Schlagzeilen machte auch der Linkenbacher Willi Blum. Schon ein halbes Jahrhundert ist er im Naturschutz engagiert, unter anderem als Mitglied der Deutschen Ameisenschutzwarte. Dafür wurde er mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Noch heute, mit 82 Jahren, pflegt Willi Blum gemeinsam mit seiner Frau Ilse den so genannten "Linkenbacher Ameisenweg" mit mehr als 30 Ameisenhügeln am Waldrand.
Für eine kleine Sensation sorgte jüngst eine Linkenbacher Henne: Berta legt hin und wieder riesige Eier. Just eines der Ostereier vom April 2004 wog 149,12 Gramm. Normale Eier schaffen im Schnitt 60 Gramm. So ist Linkenbach auch das Dorf mit dem vermutlich dicksten Ei Europas.
Gemeinde Linkenbach
Hauptstr. 13
56305 Puderbach
Tel.: 02684/858-0
Fax: 02684/85819
Letzte Änderung am: 03.05.2004, 00.00 Uhr