Ein Ortsporträt von Elmar Babst

Idesheim, vor den Toren Bitburgs gelegen, blickt mittlerweile auf eine knapp 900-jährige Geschichte zurück. Doch so richtig was los war bisher eigentlich nie. Bei den Irrungen und Wirrungen des Mittelalters lag man abseits genug, um nicht betroffen zu sein, und auch aus der jüngeren Vergangenheit zeugt nur das Kriegerdenkmal davon, dass die Weltkriege nicht ganz spurlos an der 450-Einwohner-Gemeinde vorbei gegangen sind.

Man blieb und bleibt weitgehend unter sich. Eigentlich sollte man erwarten, dass die Dorfjugend dem Trend der Zeit folgt und ihren Spaß woanders sucht, doch weit gefehlt: Im ehemaligen Gefrierhaus haben sie sich einen Jugendraum eingerichtet und auch am Vereinsleben nehmen sie rege teil - der Musikverein hat keine Nachwuchsprobleme.

Einnahmen hat die Gemeinde nur wenige: Fünf Windräder, seit vier Jahren das optische Wahrzeichen von Idesheim, bessern nur leicht die Gemeindekasse auf. Arbeitsplätze im Ort sind dünn gesät, Landwirtschaft bestimmt seit jeher das Geschehen. Ein Schreiner mit sieben Angestellten ist der größte Arbeitgeber im Ort, ein anderer hat sich auf den Bau von Hochsitzen für Jäger spezialisiert. Und da gibt es nicht nur das Modell "Frischluft", sondern wahre Edelausführungen mit Kochgelegenheit, Licht und Teppichboden für den anspruchsvollen Jäger aus dem Ruhrgebiet.
Idesheim
Hubert-Prim-Str. 7
54634 Bitburg
Tel.: 06561/66-0
Fax: 06561/66410
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 450 (Stand: 2003) |
| Gemeindeart: | Landwirtschaftlich geprägte Gemeinde |
| Geschichte: | 844 erstmals erwähnt (Tauschurkunde) |
| Tourismus: | Wanderwege |
| Vereine: | Akkordeon-Orchester, Musikverein |
Letzte Änderung am: 24.03.2004, 00.00 Uhr