Ein Ortsporträt von Christian Gallon

Der Naheort zwischen Idar-Oberstein und dem Saarland wird erstmals im Jahre 1268 urkundlich erwähnt. Später wurde Heimbach als Bergarbeiterdorf bekannt. Seit dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 fuhren Kumpel ins Saarland, um dort unter Tage ihr Brot zu verdienen - bis in die 1980er-Jahre. Heute ist Heimbach eine Wohngemeinde mit guter Infrastruktur. Für die rund 1.300 Einwohner gibt es einen Bäcker, einen Metzger, ein Lebensmittelgeschäft, eine Post, zwei Banken und gleich drei Gaststätten. Der Ort liegt zudem verkehrsgünstig, da die L 169 mitten durch Heimbach führt.

Durch den Ort fließen zwei Bäche, der Unnerbach und der Reichenbach. Dort, wo die beiden sich treffen, entsteht der Heimbach, der drei Kilometer weiter in die Nahe fließt. Auf einer Anhöhe im Ort steht die katholische Kirche "Heilige Schutzengel". Erbaut wurde sie 1926. Sehenswert sind die Kreuzwegbilder, die in den 50er-Jahren übermalt wurden und erst bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1993 wieder freigelegt wurden.

Gut informiert über ihren Ort werden die Heimbacher mit ihrem rund 20-seitigen "Informationsblatt". Vor 27 Jahren hatten ein paar Gemeinderatsmitglieder die Idee einer monatlich und kostenlos erscheinenden Broschüre für alle Heimbacher. Seit 1989 erstellt Alois Klos das "Informationsblatt" - mit Nachrichten über die Aktivitäten aller 20 Vereine sowie Neuigkeiten und Kuriositäten aus ihrem Ort - wie zum Beispiel die Geschichte vom Heimbacher Otto Witte, der 1913 König in Albanien war - für vier Tage.

Heimbach
Am Weiherdamm 1
55774 Baumholder
Tel: 06783/81-0
Fax: 06783/81-60
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 1296 (Stand: Februar 2004) |
| Gemeindeart: | ländlich geprägte Wohngemeinde mit Gewerbebetrieben |
| Touristik: | Kirmes am ersten Wochenende im September |
Letzte Änderung am: 16.02.2004, 00.00 Uhr