Ein Ortsporträt von Lutz Näkel

Eine lange Geschichte hat Block nicht. In den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts ist der Ort entstanden, und erst 1974 ist die Siedlung ein eigenständiger Stadtteil von Neuwied geworden, vorher gehörte sie zu Heimbach. Block lebte vom Reichtum, den die Erde in dieser Region hergab: Bims. Bis in die 60er-Jahre gab es zwölf Abbaubetriebe und Bimssteinfabriken mit insgesamt tausend Arbeitsplätzen. Die Vorräte sind lange ausgebeutet, übrig geblieben ist eine einzige Firma mit sieben Angestellten, die Import-Bims verarbeitet.

Die 1.000 Einwohner von Block sind aufs Auto angewiesen, denn es gibt weder Geschäfte noch Gastronomie, auch keine Schule und keinen Kindergarten. Das ehemalige Bimsabbaugebiet wirkt trostlos. Hier hat sich ein Haustier-Bestattungsunternehmen angesiedelt. Begraben werden dürfen Haustiere in Rheinland-Pfalz allerdings nicht, deshalb bringt der Betreiber, Marcel Lauer, die Tiere in ein spezielles Krematorium.

Die Tiere, mit denen Robert Hof zu tun hat, sind ganz lebendig. Er leitet die einzige Hufbeschlagslehrschmiede in Rheinland-Pfalz. Zu ihm kommen Schmiede und Schlosser aus ganz Europa, um sich innerhalb von vier Monaten zum Hufschmied weiterzubilden.

Block
Engerser Landstraße 17
56564 Neuwied
Tel: 02631/802-0
Fax: 02631/802-323
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 1000 (Stand: 2004) |
| Gemeindeart: | Stadtteil von Neuwied, Wohngemeinde, geprägt durch ehemaligen Bimsabbau |
| Geschichte: | 1869 als Eisenbahnblockstelle gegründet, Besiedlung ab 1900 |
Letzte Änderung am: 16.02.2004, 00.00 Uhr