Ein Ortsporträt von Wolfgang Bartels

Ein Dorf, in dem die Römer schon ihre Spuren hinterlassen haben - das ist Fließem im Bitburger Land. Die Wurzeln des Dorfes liegen in der römischen Villa Otrang, an der einst die alte Römerstraße von Trier nach Köln vorbeiführte. Das Bauwerk ist weithin bekannt durch seine hervorragend erhaltenen Boden-Mosaike. In diesem Ambiente gedieh die Idee zur Gründung der Römischen Soldaten des Bitburger Landes. Der Verein für experimentelle praktische Archäologie versucht, das römische Leben möglichst originalgetreu nachzuempfinden.

Aber als das Dorf Fließem gegründet wurde, marschierten die echten Römer längst nicht mehr. 804 wurde im Prümer Güterverzeichnis ein Hof des Hermann von Vlissheim genannt - und aus Vlissheim ist schließlich Fließem geworden.
In dem Dorf vor den Toren der Kreisstadt Bitburg hat die Landwirtschaft immer eine große Rolle gespielt. In den neunziger Jahren siedelte sich hier ein wichtiges Zentrum der Rinderzucht an: die Besamungsstation der Rinder-Union-West. Und ein Deutscher Meister ist in den Mauern des Eifeldorfes zu Hause: Markus Born, der beste deutsche Kuh-Friseur. Seine Aufgabe ist es, die Rinderdamen bei Auktionen und Prämierungen herauszuputzen.

Besucher reiben sich oft die Augen, wenn sie nach Fließem kommen: Da steht doch tatsächlich ein UFO. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass sich unter der futuristischen Konstruktion eine Prüfwerkstatt für Kraftfahrzeuge verbirgt. Das UFO passt gut zu Fließem. Denn es ist ein Eifeldorf, das auf 2.000 Jahre Geschichte zurückblickt und viel Zukunft hat.

Fließem
Hubert-Prim-Str. 7
54634 Bitburg
Tel: 06561/66-0
Fax: 06561/66-410
Letzte Änderung am: 02.01.2004, 00.00 Uhr