Ein Ortsporträt von Lutz Herrschaft

Schon im Februar 1945 filmte ein Kameramann in Alsdorf. Es war ein amerikanischer Kriegsberichterstatter, der den Einmarsch der US-Truppen in das Eifeldorf im Bild festhielt. Der Bürgermeister hütet eine Kopie des historischen Streifens - ein rares Kriegsdokument aus der deutschen Provinz.

Schon dem amerikanischen Armeereporter war die Alsdorfer Pfarrkirche ins Auge gefallen - ein dominanter neoromanischer Bau, in der Region als "Nimstal-Dom" bekannt und Keimzelle der Alsdorfer Musikalität. Und die ist beträchtlich. Mehrere Organisten, ein Orgelbauer, ein Geigenbauer - und ein Kirchenchor, der neben Klassikaufführungen auch die - selbstverständlich von einem Alsdorfer komponierte - Hymne auf das Nimstal souverän darzubieten weiß. Eben dieses Nimstal bietet mittlerweile auch bildende Kunst - Sandsteinskulpturen, die während eines Bildhauersymposiums in Bitburg entstanden.

Neben der Kunst weiden die Kühe - wenn sie nicht gerade durchs Dorf getrieben werden, wie seit Urzeiten. Zurück zum Querenhof etwa, wo sich Alsdorfs einziger Laden befindet. Der hat zwar nur zweimal die Woche geöffnet, dafür bietet er aber Zahnpasta, Bier, selbst gemachten Käse, Kartoffeln, Gummibärchen, Rindfleisch usw. Nichts Besonderes? Immerhin ist in diesem Tante-Emma-Laden alles "öko"!
Alsdorf
Auf Omesen 2
54666 Irrel
Tel.: 06525/79-0
Fax: 06525/7944
Letzte Änderung am: 20.10.2003, 00.00 Uhr