Nußbaum

Ein Ortsporträt von Christian Gallon

Nahe der B 41 und fünf Kilometer südwestlich von Bad Sobernheim liegt Nußbaum. Heute leben fast 500 Menschen in der Nahe-Gemeinde. Erstmals erwähnt wird die Gemeinde im Jahre 1295.
Kurioses bietet die Kirche. Erbaut im 13. Jahrhundert, erneuert im 17. Jahrhundert - wurde sie nach Religionsstreitigkeiten im Jahre 1880 dreigeteilt. Damals wurde mitten durch die Kirche eine Mauer gezogen - und eine zweite Tür gebaut. Seitdem gehen die Protestanten links und die Katholiken rechts in die Kirche. Da sich beide Konfessionen nicht einigen konnten, wem der erste Stock und der Kirchenturm mit den Glocken gehören soll, wurde dieser der Gemeinde überlassen.
Die Nußbaumer besitzen noch ein Schloss. Einst im Besitz der Grafen von Bretzenheim, ist es heute im Privatbesitz. Angedacht ist hier demnächst ein Mundartmuseum zu eröffnen. Derzeit werden im Kreis Bad Kreuznach dafür eifrig Dialekte gesammelt.

Alteingesessen im Ort ist Familie Müller - Winzer seit 1588. Manfred Müller stellt daneben auch noch Sekt her - früher noch handgerüttelt, heute übernimmt das ein Computer.
Arbeitsplätze gibt es am Ortsrand. Fast 40 Mitarbeiter arbeiten in der Zweigstelle der Bad Sobernheimer Firma Hevert, die homöopathische Arzneimittel herstellt.
Auch etwas außerhalb gelegen ist der Reiterhof Nussbaum von Georg Fabel. Der selbstständige Heizölhändler züchtet seit 1988 in seiner Freizeit Isländer-Ponies und gibt gemeinsam mit seiner Frau auch Reitunterricht.

Nußbaum

Verbandsgemeinde Bad Sobernheim

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www.bad-sobernheim.de/

Stand: 07.10.2003, 00.00 Uhr