Ein Ortsporträt von Gudrun Fünter

Der Ortsname Quirbach kommt wahrscheinlich aus dem althochdeutschen "Quirn", die Mühle. Denn früher gab es gleich drei Mühlen in dem Westerwalddorf. Diese haben längst ihren Betrieb eingestellt. Das Dorf von einst ist kaum wiederzuerkennen. In den letzten 25 Jahren hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt.

In der ehemaligen Schule werden heute Ofenkacheln produziert. Auf ehemaligen Weiden am "Hammelberg" haben heute Skater, Hockey- und Basketballspieler ein Freizeitzentrum. Und auf ehemaligen Ackerflächen ist heute ein Neubaugebiet mit 50 Bauplätzen entstanden.
Nur der ehemalige Backes ist noch immer der Backes- und wird genutzt, zum Backen, zum Feiern und für Gemeinderatssitzungen. Ortsbürgermeister Frank Ströder versucht Tradition und Fortschritt zu verbinden und darauf zu achten, dass Wachstum nicht in gleich Entfremdung bedeutet.

Wer in Quirnbach bauen will, der sollte zum Dorf passen, sagt der Ortsbürgermeister und sucht persönlich die Bewerber aus. Möglichst so, dass sie sein Dorf nicht als Schlafstätte nutzen, sondern sich im Dorfleben engagieren.
Das Konzept scheint aufzugehen. Quirnbach hat einen Gesangverein mit niedrigem Durchschnittsalter, eine Jugendfeuer, einen Jugendvorstand und gleich zwei belebte Gaststätten. Quirnbach - in gewisser Weise auch ein "quirliges" Dorf am Saynbach.
Quirnbach
Am Saynbach 5-7
56242 Selters (Westerwald)
Tel.: 02626/764-0
Fax: 02626/76420
Letzte Änderung am: 15.10.2004, 00.00 Uhr