Ein Ortsporträt von Wolfgang Bartels

Der Stier ist das Wahrzeichen von Metterich. Und "Mettericher Stiere" werden die Ansässigen in den Nachbardörfern genannt - vielleicht weil sie besonders querköpfig sind. 500 Einwohner hat das Dorf im Bitburger Land.
Ein Stier ziert auch die Dorfzeitung, die erste übrigens, die in Rheinland-Pfalz herausgegeben wurde. "Herna-Blaad" - "Hörner-Blatt" - heißt die Zeitung; gemeint sind natürlich die Hörner des Stieres. Viermal im Jahr erscheint die Zeitung - und die Mettericher zahlen acht Euro, um das Neueste über das Dorf zu erfahren.

Querköpfig waren die Mettericher, als das letzte Geschäft im Ort aufgab. Sie beschlossen, die Angelegenheit in die Hand zu nehmen. Aus Mitteln der Dorferneuerung wurde das alte Raiffeisenlager zum Dorfladen umgebaut.
Rund 40 Familien gründeten eine "Gesellschaft des bürgerlichen Rechts", und seit nunmehr fast sieben Jahren "läuft" der Dorfladen. Auch wenn es nicht immer einfach ist, sich gegen die Konkurrenz der Supermärkte in der nahen Kreisstadt Bitburg zu behaupten.

Und noch etwas hat Metterich, was von Politikern oft gefordert wird: Tele-Arbeitsplätze. Peter Müllen, seit Kindesbeinen in Metterich zu Hause, zeigt es: Vom heimischen Computer aus mischt er mit im weltweiten Finanzgeschäft. Nicht er hechelt um den Globus, sondern nur seine Daten. Müller genießt dafür den Frühsommer in der Eifel - wie die anderen Mettericher Stiere auch.
Metterich
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Letzte Änderung am: 15.08.2003, 00.00 Uhr