Ein Ortsporträt von Christian Gallon

Winden liegt in der Rheinebene vor den Bergen der Haardt, etwa zehn Kilometer östlich von Bad Bergzabern und ebenfalls ca. zehn Kilometer südlich von Landau in der Pfalz. In Winden leben derzeit 1.050 Einwohner. Verkehrsmäßig ist Winden als Eisenbahnknoten durch die Strecken Neustadt/Weinstraße - Karlsruhe, Winden - Bad Bergzabern und Winden - Weißenburg, sowie die Bundesstraße 427 und die nahe A 65 gut erschlossen und angebunden.

Winden verfügt über eine intakte Infrastruktur. Lebensmittel kann man im "Tante-Emma-Laden" von Helga Dorst einkaufen. Ackerfrüchte, Obst, Gemüse und Wein erhält man bei den Landwirten direkt vom Hof. Und da die Windener Wassermühle aus dem 18. Jahrhundert noch heute läuft, kann der 71-jährige Müller Helmut Wolf die Einheimischen täglich mit Mehl versorgen.

Im Ort gibt es nur eine Hand voll Arbeitsplätze - einige davon in der Zimmerei von Frank Knauber. Dessen Onkel Arnold Scheid übernahm 1959 - wiederum von seinem Vater - Windens Zimmerei. Heute erfreut sich Arnold Scheid vor allem an seinem kleinen Zoo: sieben Mufflons, drei Auerhähne und seit 1994 auch ein Storchenpaar. Ab und zu durchstreift noch heute eine Person mit schwarzem Überhang, Hellebarde, Laterne und Trinkhorn den Ort: eine Person, die im 19. Jahrhundert das örtliche Leben genau inspizierte - der Nachtwächter.
Winden
Gartenstraße 8
76870 Kandel
Tel: 07275/960-0
Fax: 07275/960101
Letzte Änderung am: 19.08.2003, 00.00 Uhr