Ein Ortsporträt von Harald Hort

Heimweiler, das waren bis 1969 die Dörfer Krebsweiler und Heimbach. Daraus erklärt sich, warum sich der Ort so extrem in die Länge zieht. Die nicht enden wollende Hauptstraße ist auch die Kette, an der sich die Besonderheiten Heimweilers wie Perlen aufreihen: Da wäre am einen Ende die moderne Kirche aus den 60er-Jahren, die allerdings keinen Turm hatte. Das wurde 1997 - noch moderner - nachgeholt. Daneben der Friedhof, auf dem sich die Heimweilerer nach alter Tradition noch in Nachbarschaftshilfe das Grab schaufeln.

Eine andere Tradition ist bereits ausgestorben. Wer hätte gedacht, dass mitten im Hunsrück noch bis in die 70er-Jahre Wein angebaut wurde? Der letzte Winzer erinnert sich. Andere Traditionen leben hier wieder auf: Das mittelalterliche Strickdrehen beispiels-weise ist eine Station auf dem weiteren Weg entlang der Dorfstraße. Nicht weit davon entfernt investieren gleich zwei Heimweilerer viel Zeit in die Rettung alter Autos.

Es gibt noch weitere sehenswerte Stationen, bevor das entgegengesetzte Ortsende erreicht ist. Dort kümmert sich in einer ehemaligen Mühle ein Ehepaar um seltene andalusische Pferde.
Heimweiler
Bahnhofstr. 31
55606 Kirn
Tel.: 06752/138-0
Fax: 06752/13860
Letzte Änderung am: 30.07.2003, 00.00 Uhr