Ein Ortsporträt von Gudrun Fünter

Der 420 Einwohner-Ort Rott im Westerwald kommt immer dann in die Schlagzeilen, wenn alljährlich im Oktober Hunderte von Trabbis anrollen. Gastwirt Heinz-Günther Augst veranstaltet das größte und älteste Trabbitreffen in Westdeutschland. Er selbst ist passionierter Trabbi-Fan.

Doch nicht nur Autofreaks kommen in Rott auf ihre Kosten, auch Liebhaber alter Bauerngärten. Wann immer eine Kommission des Dorfwettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden" in Rott vorbeischaut: Sie bleibt am Garten von Beate Mohr fasziniert stehen. Hier wachsen alte Westerwälder Pflaumensorten, die es sonst kaum noch gibt und Heilpflanzen, aus denen Beate Mohr Salben herstellt. Alte Rassen von Haushühnern und ein Westerwälder Hütehund wachen über das "kleine Paradies". Beate Mohr gibt Samen und Ableger weiter. Ihr liegt daran, das Urtypische des Westerwaldes zu bewahren.

Der Funke springt über: In Rott gibt es zahlreiche Bauerngärten, gut erhaltene Fachwerkhäuser. Und dabei stimmt nicht nur die Fassade, sondern offenbar auch die "Chemie" im Dorf. Die Rotter geben sich viel Mühe miteinander. Man bringt mehrfach im Jahr eine Dorfzeitung heraus und unterhält seit 20 Jahren in Folge einen Kinderclub.
Rott
Rheinstr. 17
57632 Flammersfeld
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Letzte Änderung am: 10.07.2003, 00.00 Uhr