Ein Ortsporträt von Thomas Keck

Viele Orte haben inzwischen eine gedruckte Dorfchronik. In Burg an der Mosel gibt es bislang nur ein einziges handgeschriebenes Exemplar, das seit über 100 Jahren von Bürgermeister zu Bürgermeister weitergegeben wird. In dem betagten Buch sind die Zeitläufte in großen Schritten festgehalten.

Zwei Flurbereinigungen brachten den Weinbaubetrieben mehr Fläche und einen gewissen Aufschwung. 1957 wurde die Grundschule gebaut, 1973, noch bevor das Gebäude ganz bezahlt war, wurde der Schulbetrieb eingestellt. Heute befindet sich darin das Gemeindehaus, wo sich die Jugendlichen oder auch eine Krebs-Selbsthilfegruppe treffen. Haus Horst ist die beste Adresse am Ort. Aus dem prachtvollen Sitz des einstigen Landrates von Stein wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eine Katastrophenschutzschule und schließlich ein privates, sehr feudales Wohnhaus.

Handwerker gibt es kaum noch im Ort, doch der pensionierte Lehrer Erich Hammer macht seinem Namen alle Ehre und schwingt den Hammer als Schmied. Gelernt hat er den Beruf früher tatsächlich mal. Doch heute schmiedet er nur noch zur Unterhaltung. Die tragende Säule des Vereinslebens ist der Gesangverein, der sich im gründerzeitlichen Sängerheim trifft. Natürlich findet sich auch seine Geschichte in der alten Chronik.
Burg (Mosel)
Am Markt 3
56841 Traben-Trarbach
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Letzte Änderung am: 02.05.2003, 00.00 Uhr