Ein Ortsporträt von Wolfgang Bartels

Ein Dorf mitten im Grünen, das mit der Natur und von der Natur lebt - das ist Kleinlangenfeld im Prümer Land am Rande der Schneifel. Hier gibt es nicht nur glückliche Kühe, sondern auch seltene Tiere und Pflanzen. Kleinlangenfeld ist ein Dorf, in dem Milch und manchmal auch süßes Gelee fließen.

Martin Igelmund und Gerd Hermes sind zwei Landwirte, die sich vor Jahren zusammengetan haben, um gemeinsam die Krise ihres Berufszweigs zu bewältigen. Sie haben einen neuartigen Stall gebaut, der inzwischen als Pilotprojekt des Landes Rheinland-Pfalz gilt: Die Kühe können sich frei zwischen einem offenen Fress- und Laufbereich und einem geschlossenen Ruhebereich bewegen. Gemolken werden sie in einem modernen Melkstand. Fressen und Melken erfolgt computerüberwacht, so dass die beiden Landwirte schnell aufmerksam werden, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Das Pilotprojekt für tiergerechte und kostengünstige Milchviehhaltung hat Kleinlangenfeld unter Experten bekannt gemacht.

Ein anderer Landwirt, Arnold Berens, setzt auf ein zweites Standbein zur Erhaltung seines Betriebes: die Nutzung der Windenergie. Vier Windräder sind ein modernes Wahrzeichen von Kleinlangenfeld. Anfangs waren sie im Dorf umstritten, heute liefern die großen Rotoren dreißig Mal mehr Strom als das ganze Dorf verbraucht - und das, gänzlich ohne Schadstoffe auszustoßen. Um die Erhaltung der fast schon ausgestorbenen Eifeler Bachforelle kümmern sich die Männer vom Prümer Angelverein. Das alte Wiesen-Schwimmbad von Kleinlangenfeld nutzen sie, um den seltenen Fisch zu vermehren. Die herangewachsenen Forellen setzen sie jedes Jahr in den umliegenden Gewässern aus - bis sich die Art wieder selbst erhalten kann.
Kleinlangenfeld
Tiergartenstr. 54
54595 Prüm
Tel. (06551) 943-0
Fax. (06551) 943133
Letzte Änderung am: 25.04.2003, 00.00 Uhr