Ein Ortsportrait von Harald Hort
aus der Sendung vom Mittwoch, 10.6.2009 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
In Uppershausen, der 80-Seelen-Gemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm, ist man darauf bedacht, mit der Zeit zu gehen. Nach dem Krieg gab es fast in jedem Haus Landwirtschaft. Heute arbeiten noch zwei Bauern im Vollerwerb, die aber mit modernsten Mitteln. Ein weiterer hat seinen Hof zum Garten- und Landschaftsbau-Betrieb umfunktioniert – und damit seine Zukunft gesichert.
Pferde – die Arbeitstiere von einst – kommen im Ort zwar noch, oder besser gesagt: wieder, vor, aber sie müssen keinen Pflug mehr ziehen, sondern sind jetzt edle Freizeit- und Sportpartner mancher Uppershausener.
Dem trug Jörg Grondey Rechnung, als er Hufschmied wurde. Der fast schon ausgestorbene Beruf feiert Renaissance. Jörg Grondey ist mit seiner mobilen Schmiede zu vielen Kunden in den Dörfern der Umgebung unterwegs, beschlägt aber natürlich auch die Pferde von Uppershausen.
Da steht eine Kirche im Dorf, nein, eher eine Kapelle. Nicht, wie in vielen Nachbargemeinden, seit Jahrhunderten, sondern erst seit dem 2. Weltkrieg. Die Uppershausener wollten endlich einen vernünftigen Gemeindemittelpunkt. Da haben sie sich einfach selbst das Gotteshaus gebaut. Inzwischen steht an der Stelle der ersten schon die zweite Kapelle. Es gab nämlich mal Zeiten, da war das Kirchlein für die Gläubigen zu klein. Also wurde es mit viel Eigenleistung vergrößert.
Heute richten sich diese Aktivitäten auf das neue Gemeindehaus. Das wurde erstmals in Rheinland-Pfalz als "Passiv-Haus" konzipiert. Das heißt, es ist so gut isoliert und mit Wärmepumpe und Wärmetauscher ausgerüstet, daß es keine eigene Öl- oder Gasheizung braucht und damit natürlich viel geringere Unterhaltskosten verursacht, als ein normales Gemeindehaus.
Man geht eben mit der Zeit in Uppershausen!

Uppershausen
Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Tel: 06564/69-0
Fax: 06564/69260
Letzte Änderung am: 03.06.2009, 18.14 Uhr