Ein Ortsportrait von Thomas Keck
aus der Sendung vom Samstag, 14.5.2011 | 2.50 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
So schnell kann es gehen: 1957 machte Schnellbach im Hunsrück Schlagzeilen als jüngste selbständige Gemeinde des Landes. Das Dorf löste sich von Sevenich, zu dem es lange Jahre gehört hatte. Bereits 17 Jahre später wurde Schnellbach in die Großgemeinde Beltheim eingemeindet. Die kurze Zeit der Eigenständigkeit war beendet.
Ein eigenes Gesicht und einen eigenen Charakter hat Schnellbach gleichwohl behalten: So arm die Menschen hier früher waren, so großzügig wirkt das Dorf heute. Die Häuser sind weit verstreut in der Landschaft der „Hunsrücker Schweiz“. Nirgends begegnet einem so etwas wie Enge, überall gibt es – abgesehen von einer Kirche oder einem echten Dorfmittelpunkt – etwas zu entdecken. Und so kommt es, dass ein Spaziergang durch Schnellbach durchaus nicht so schnell erledigt ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.

Schnellbach
Kirchstraße 1
56288 Kastellaun
Tel: 06762/403-0
Fax: 06762/40360
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 350 (Stand: 2009) |
| Gemeindeart: | Ortsteil von Beltheim, ländliche Wohngemeinde |
| Geschichte: | Am 24. Mai 1407 wurde Schnellbach unter dem Namen "Snelebach" erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort bestand einst aus vier Teilen. Entlang des Schnellbach entstanden viele Mühlen. In seiner Geschichte gehörte das Dorf meist zu Sevenich. Erst 1957 erlangte Schnellbach die Selbständigkeit. Die politische Blütezeit währte aber nur 17 Jahre lang. Im Zuge einer Verwaltungsreform wurde Schnellbach 1974 zusammen mit einigen anderen Gemeinden in die Großgemeinde Beltheim eingegliedert. |
| Tourismus: | Reiterhof, Gaststätte "Haus am Schnellbach" mit Fremdenzimmern |
| Vereine: | Feuerwehr, Theatergruppe, Musikkapelle |
Letzte Änderung am: 24.04.2009, 23.35 Uhr