Ein Ortsporträt von Gabriele Heyder
aus der Sendung vom Mittwoch, 14.1.2009 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Etwas versteckt, im engen Kylltal, leben die Erdorfer. Kaum jemand ahnt heute, dass Erdorf mal ein bedeutender Hauptknotenpunkt in der Eifler Eisenbahngeschichte war. Ende des 19. Jahrhunderts kreuzte hier die Eifelstrecke. Damals wuchs der Wohlstand in dem kleinen Bauerndorf. Kleine Häuser mit Strohdächern wichen massiven Steinhäusern, die Steinmetze mit dem roten Sandstein aus dem Kylltal verzierten. In dieser Hochzeit blühten auch die Gasthäuser auf – drei von ihnen haben bis heute überlebt.
Seit 1969 gehören sie zur Stadt Bitburg. Erdorf hat das Schicksal, zu nah an der Stadt und zu klein für gut gehende Geschäfte zu sein. Viele haben aufgegeben – nicht Karl Zender. Er ist der letzte Metzger im Ort, und ans Aufhören denkt er noch lange nicht.
Dass in der Stille eines kleinen Ortes Geschäfte zu machen sind, hat auch Ehepaar Hoffmann erkannt. Seit acht Jahren führen sie ein gehobenes Raumausstattungsgeschäft – und es läuft, wie sie versichern.
Eine alte Mühle, die heute ein privates Wohnhaus ist und die wildromantischen Ufer der Kyll hat Erdorf zu bieten – und natürlich den schönen alten Bahnhof.

Erdorf
Rathausplatz 3-4
54634 Bitburg
Tel.: 06561/6001-0
Fax.: 06561/6001290
Letzte Änderung am: 19.12.2008, 23.39 Uhr