Ein Ortsportrait von Elmar Babst
aus der Sendung vom Freitag, 9.1.2009 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
In Hupperath hat das Handwerk goldenen Boden. Wer wissen möchte, wie die neue Büroausstattung von Ministerpräsident Kurt Beck aussehen wird, der sollte vielleicht einmal in der Schreinerei Simon in Hupperath vorbeischauen. Hier – vor den Toren Wittlichs – wurden Regale und Schränke entworfen, die jetzt gefertigt werden. Die Schreinerei Simon bezeichnete sich bis vor kurzem selbst als größten Schreinereibetrieb von Rheinland-Pfalz. Die Belegschaft ist mittlerweile zwar etwas geschrumpft, es werden aber immer noch Aufträge in ganz Deutschland erledigt.
Hupperath hat etwa 600 Einwohner. Wer nicht in der Schreinerei beschäftigt ist, fährt nach Wittlich, Trier oder nach Luxemburg zur Arbeit. Einer ist für zwei Tage in der Woche auf ganz anderen Wegen unterwegs: Harry pendelt als Musiklehrer von Holland Richtung Hupperath. Seine Arbeit fällt auf fruchtbaren Boden.
Denn hier wird längst nicht nur in der Kirche Musik gemacht. Zwischen dem jüngsten (4 Jahre) und dem ältesten (96 Jahre) Musiker, den wir getroffen haben, liegt nahezu ein Jahrhundert Musikerfahrung. Fast in jedem Haus von Hupperath wird musiziert. Man könnte sogar sagen, dass in dem Dorf nahe der luxemburgischen Grenze Musik in der Luft liegt!

Hupperath
Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Tel: 06571/107-0
Fax: 06571/107-55
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 620 (Stand: 2008) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Geschichte: | Der Ort wurde erstmals 1137 als Humbrecterod urkundlich erwähnt. Ab 1794 stand Hupperath unter französischer Herrschaft, 1814 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1947 ist er Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. |
| Tourismus: | Landschaft |
| Vereine: | Musikverein, Sportverein |
Letzte Änderung am: 26.12.2008, 23.26 Uhr