Ein Ortsporträt von Jutta Kastenholz
aus der Sendung vom Freitag, 26.9.2008 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Waldalgesheim ist nicht nur bekannt für seine Fußballmannschaft, die in der Verbandsliga spielt – auch Archäologen ist der Ort ein Begriff: 1869 fand ein Bauer ein keltisches Fürstengrab in seinem Acker, komplett mit Goldschmuck und Pferdewagen.
Der Schatz landete damals in einem Bonner Museum, doch für den Heimatforscher Kurt Hochgesand steckt der Boden rund um Waldalgesheim noch voller Überraschungen. Ob Mühlsteine, Haifischzähne oder römische Nadeln – sein kleines Privatmuseum quillt fast über.
„Unterirdisch“ hat Waldalgesheim sowieso einiges zu bieten. Jahrzehntelang wurde hier Mangan gefördert, und noch heute prägt das alte Bergwerk mit seinen schlossartigen Gebäuden das Ortsbild. Einen alten Ortskern sucht man allerdings vergeblich, denn im Laufe der Jahre führten Erdabsenkungen dazu, dass sich das Dorf immer mehr verlagerte – sogar die Kirche musste weichen. Dafür sind in den Senken rund um das Bergwerk Weiher entstanden, in denen heute seltene Tierarten zu finden sind.

Waldalgesheim
Koblenzer Str. 18
55411 Bingen am Rhein
Tel.: 06721/304-0
Fax.: 06721/304244
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 4000 (Stand: 2008) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Geschichte: | erste Siedlungen schon in der Jungsteinzeit, erste urkundliche Erwähnung 780. Besonders bedeutend ist ein keltisches Fürstengrab aus vorchristlicher Zeit, Schmuckrepliken sind z.T. im Rathaus ausgestellt. |
| Tourismus: | Naturschutzgebiet, Angelteiche (für Vereinsmitlglieder), mehrere Gaststätten |
| Vereine: | Angelverein, Bergmannsverein, Karnevalverein, Sportverin "SV-Alemannia", Kinderhilfe Bapala |
Letzte Änderung am: 12.09.2008, 23.33 Uhr
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