SENDETERMIN Mi, 27.8.2008 | 18.45 Uhr

Binningen

Ein Ortsportrait von Bernd Schwab

Binningen liegt auf einer Hochfläche der Eifel, rund sechs Kilometer von der Mosel entfernt. Das Dorf wurde erstmals im Jahre 1266 urkundlich erwähnt. Damals hieß der Ort noch „Binningk“.

Die Geschichte von Binningen ist auch die Geschichte der Juden. Über Jahrhunderte lebten Katholiken und Juden friedlich miteinander. Die Nazizeit und der damit verbundene Holocaust setzten dem ein Ende. Doch bis heute halten die Binninger die Erinnerungen an ihre ehemaligen Mitbürger wach. Auf dem Kriegerdenkmal neben der Kirche sind die Namen der ermordeten und vertriebenen Juden verewigt.

Die katholische Kirche war viele Jahrzehnte alles andere als sehenswert. Die Holzplastiken lagen wie die Decke und die Wände unter einer dicken Putzschicht. In den Jahren 1999 bis 2003 wurde die Kirche von Grund auf restauriert. Jetzt erstrahlt sie wieder in ursprünglicher Schönheit. Kurioserweise gab es bis 1929 kein Instrument in der Kirche. Der Küster musste die Lieder mit einer Stimmgabel anstimmen. Erst als der Musikverein ein Harmonium stiftete, hatte dieser Zustand ein Ende.

Unterhalb des Ortes im Pommerbachtal stand einst das Kloster Rosenthal. Vom einstigen Gemäuer ist bis auf den ehemaligen Gewölbekeller nichts mehr zu sehen. Immerhin stand das Kloster bei Namensgebung für die neuerbaute Gemeindehalle Pate. Sie heißt Rosenthalhalle und ist nicht zuletzt wegen ihrer ausgefallenen Architektur der Stolz der Binninger.



Binningen


Verbandsgemeinde Treis-Karden

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Stand: 08.08.2008, 23.40 Uhr