Ein Ortsporträt von Elmar Babst
aus der Sendung vom Samstag, 8.8.2009 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

170 Menschen leben in Honerath in Sichtweite des Nürburgrings – doch von der Hektik rund um die Rennstrecke bekommen sie nichts mit. Allenfalls an den Wochenenden kommen Motorradfahrer die Serpentinenstrecke von Adenau hinauf nach Honerath gefahren, um im Gasthof die Spezialität zu genießen: hausgemachte Waffeln. Nach Rezepten, die schon die Vorfahren von Wirtin Hildegard Schmitz ihren Gästen anboten, werden die Waffeln auch heute noch in einem speziellen Ofen gebacken.

Hildegard Schmitz ist auch die Küsterin des Ortes – und in dieser Funktion hütet sie einen kleinen Schatz: einen vergoldeten Kelch, der immer nur zur monatlichen Messe ausgepackt wird. Er wurde von einem Mönch aus Maria Laach gestiftet, der in Honerath in dem mittlerweile zur „Familien- und Tagungsstätte“ umgebauten Areal lebte.

Die meisten Honerather fahren Richtung Köln zur Arbeit, doch zwei gingen den umgekehrten Weg: sie kamen in die Eifelgemeinde, um hier in Ruhe arbeiten zu können. Es sind dies ein Kunstschmied und ein Schreiner, der mehrere Einträge im „Guinness-Buch der Rekorde“ zu verzeichnen hat.

Honerath
Kirchstraße 15
53518 Adenau
Tel: 02691/305-0
Fax: 02691/30518
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 110 (Stand: 2008) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Geschichte: | Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort vermutlich als Hoenhekka im Jahr 975. In der Feudalzeit war Honerath dem kurkölnischen Amt Nürburg angehörig. Die - nicht mehr vorhandene - Wasserburg gehörte im Mittelalter zum Erzbistum Köln. |
| Tourismus: | Landschaft; Wanderreiten |
Letzte Änderung am: 20.06.2008, 23.56 Uhr