Ein Ortsporträt von Lutz Herrschaft
aus der Sendung vom Sonntag, 16.8.2009 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Der St. Goarer Stadtteil Fellen ist verhältnismäßig jung und verdankt seine Entstehung dem Erzbergbau, der über Jahrhunderte im Raum St. Goar/St. Goarshausen betrieben wurde. Tief unter dem Fluss verband ein Stollen die Fördergebiete links und rechts des Rheins.

Ursprünglich war das heutige Fellen nur eine Ansammlung von Feldern, daher der Name. 1850 wurde die Aufbereitungsanlage der Blei- und Zinkerzgrube „Gute Hoffnung“ an den Hauptstollen verlegt – und damit auf die Gemarkung des heutigen Fellen. 1872 wurde Fellens erstes Haus gebaut – ein Casino für die Grubenbeamten. 1938 entstanden 16 Siedlungshäuser für Bergleute, die bis heute einen Teil des Ortsbilds prägen. 1962 wurde die Grube stillgelegt.

In Fellen beginnen und enden zwei Rundwanderwege, die durch das Heimbachtal - ein bisweilen schluchtenartiges Seitental des Rheins - führen und mit dem Rheinburgenweg verbunden sind. Des weiteren hat Fellen noch einen Yachthafen zu bieten, das womöglich kleinste Spritzenhaus von Rheinland-Pfalz – und den Kern einer Musikantentruppe namens „Partisanen“.

Fellen
Rathausstraße 6
55430 Oberwesel
Tel: 06744/911-0
Fax: 06744/911-15
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 250 (Stand: Juni 2008) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Geschichte: | 1850: Verlegung der Erzaufbereitungsanlage der Grube "Gute Hoffnung" auf die Gemarkung des späteren Fellen, 1872: Fellens erstes Haus wird gebaut |
| Tourismus: | Wanderwege (Erzweg, Mühlenweg, Rheinburgenweg), Heimbachtal, Hotel-Restaurants "Landsknecht" und "Boot" |
| Vereine: | Verein für Jugendförderung und soziale Zwecke |
Letzte Änderung am: 31.05.2008, 00.03 Uhr