Ein Ortsporträt von Thomas Keck
aus der Sendung vom Samstag, 20.6.2009 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Kirchdaun ist nicht einfach nur ein Dorf, Kirchdaun ist auch Teil einer Stadt: Der kleine Ort mit seinen 450 Einwohnern liegt am nordöstlichen Stadtrand von Bad-Neuenahr-Ahrweiler. Städtisch wirkt hier allerdings nichts. Das Dorf liegt idyllisch von Wald und Wiesen umgeben, weit abseits vom Großstadtlärm. Auf der Weide grast eine große Kuhherde, in der Brunnenstraße plätschern die Dorfbrunnen und ein eigens gegründeter Verein hat gerade den alten Dorfbackes saniert: Eine wichtige Maßnahme für das Dorfleben, denn eine Gaststätte oder Geschäfte gibt es nicht.

Aus der ehemaligen Schule wurde, wie an so vielen Orten, ein Gemeindehaus. Dort proben die Kirchdauner Dorf-Musikanten. Gleich nebenan liegt St. Lambertus, die katholische Kirche von Kirchdaun. Leider büßte sie 1921 ihren Turm ein: Der wurde wegen Baufälligkeit abgerissen.

Kaum zu glauben, dass dieses unscheinbare Dörfchen in früheren Zeiten tatsächlich mit Wall und Graben umgeben und durch Tore geschützt war. Kirchdaun liegt nämlich an einer einst bedeutenden Heerstraße, der so genannten Krönungsstraße, zwischen Aachen und Frankfurt. Und hätte sich die Geschichte nur ein bisschen anders entwickelt, so wäre Kirchdaun heute vielleicht wirklich eine Stadt und nicht das unscheinbare und friedliche Dörfchen, das es ist.

Kirchdaun
Hauptstraße 116
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Tel: 02641/87-0
Fax: 02641/87-180
| Einwohnerzahl: | 450 (Stand: 2008) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde mit dörflichem Charakter |
| Geschichte: | Kirchdaun gehörte ursprünglich zum Besitz des Grafen von Neuenahr. Doch schon 1252 wurde das Dorf an Gerhard Burggraf von Landskron und dessen Vater verpfändet. Im 12. Jahrhundert hatte die Abtei Klosterrath ein Besitztum in "Dune". Die Kirche „St. Lambertus“ wird bereits 1131 erwähnt, als Papst Innozenz II. dem Cassiusstift in Bonn eine Stiftung bestätigt. 1908 wurde ein neues Hauptschiff gebaut. Von der alten Kirche blieb eine Apollonia-Kapelle innerhalb des Kirchenbaus übrig. Der Kirchturm wurde 1928 wegen "Baufälligkeit" abgerissen. |
| Tourismus: | Wanderwege |
| Vereine: | Dorf-Musikanten, Bürgerverein, Backesverein, Junggesellenverein |
Letzte Änderung am: 30.05.2008, 23.33 Uhr