Ein Ortsporträt von Harald Hort
aus der Sendung vom Samstag, 28.2.2009 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

130 Einwohner hat Heilenbach. Das ist nicht viel. Trotzdem besitzt Heilenbach eine wunderschöne, nagelneue Gemeindehalle mit einer hochmodernen Küche samt allem Komfort. Heilenbach hat dafür keinen Cent Staatszuschuss bekommen - man wollte nicht zehn Jahre warten müssen. Und dennoch musste der Ort keine Schulden machen.

Die "Hierzuland"-Reporter haben die Kutsche von Lothar Keiffer bestiegen und fahren mit dem gelernten Schlosser durch den Ort, um einige der "Einnahmequellen" Heilenbachs unter die Lupe zu nehmen. So trägt beispielsweise jeder Hund im Dorf mit jährlich 24 € Hundesteuer zum Gesamtwohl bei. Zwei Jagdpächter zahlen ihren Obolus an die Grundbesitzer der Jagdgenossenschaft. Da kassiert die Gemeinde mit. Gewerbesteuer spielt keine große Rolle, aber die Grundsteuer der vier verbliebenen Vollerwerbslandwirte.

Viele Windräder drehen sich über der Gemeinde und erwirtschaften einen ansehnlichen Betrag für die Gemeindekasse. Und dann ist da noch der Wald. Heilenbach hat 90 ha davon. Das ist nicht viel, aber der Wald ist, wie Forstinspektor Wagner erklärt, "gut aufgestellt". Das heißt: Es gibt viele alte, erntereife Bäume und die Wirbelstürme der vergangenen Jahre haben wenig Schaden angerichtet. Das alles kommt dann der Gemeindekasse und vor allem dem Gemeindehaus zugute.

Heilenbach
Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Tel: 06561-66-0
Fax: 06561-66-410
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 130 (Stand: Dezember 2007) |
| Gemeindeart: | Landwirtschaftlich geprägt |
| Geschichte: | Die Spuren dauerhafter Besiedlung in der Gemarkung Heilenbach reichen zurück bis in die keltische Zeit, Ringwall auf dem Hardtberg. Sehr umfangreich sind die Zeugnisse römerzeitlicher Besiedlung. Die Filialkirche wurde 1835 auf den Trümmern eines großen römischen Monuments aus blauem Sandstein errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung als "Hellenbuhc" erfolgte im Güterverzeichnis der gefürsteten Abtei Prüm und datiert aus dem Jahr 893. Bis zur französischen Zeit stand Heilenbach dann nahezu 1000 Jahre als Teil des Hofes Seffern unter Prümer Herrschaft. 1800 kam das bis dahin kurtrierischer Landeshoheit unterstehende Dorf zur Mairie bzw. ab 1816 zur Bürgermeisterei Seffern. 1856 wurde die bisherige Bürgermeisterei in Bickendorf eingegliedert, die wiederum 1970 in die Verbandsgemeinde Bitburg-Land aufging. |
| Vereine: | Karnevalsverein "Bieren& Bungen" veranstaltet jährlich einen bunten Abend. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Heilenbach, die das jährliche Petristuhl- Fest organisiert, gibt es die Arbeitsgruppe Heimatkunde der Pfarrei, die sich u. a. ausführlich mit der Geschichte von Heilenbach befasst. Die Bevölkerung ist zudem in verschiedenen Vereinen der umliegenden Ortschaften aktiv. |
| Tourismus: | Petristuhl- Fest, Bunter Abend des Karnevalvereins, Wanderwege, Radwegenetz "Nimstal" |
Letzte Änderung am: 20.02.2008, 11.55 Uhr