Ein Ortsporträt von Harald Hort
aus der Sendung vom Samstag, 22.11.2008 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Hoppstädten ist der größere Teil der Doppelgemeinde Hoppstädten-Weiersbach. Am besten erschließt sich das aus der Luft. Und so hoch hinaus kommt man in einer kleinen Propellermaschine, die auf dem Flugplatz zwischen den beiden Ortsteilen startet. Das Flugfeld ist eine Hinterlassenschaft der amerikanischen Streitkräfte, genau wie das riesige US-Hospital am Hang über dem Ort. Das wurde inzwischen umgewandelt in den „Umwelt Campus Birkenfeld“, wie die Anlage offiziell (aber nicht ganz zutreffend) heißt. Das erfolgreichste Konversionsprojekt nach den Flughafen Hahn gehört zur Universität Trier und beschäftigt sich mit Highend-Umweltforschung.

Da passt es ins Bild, dass gleich vor der Tür ein hochmodernes Biogas-Kraftwerk steht, das Elektrizität aber vor allem recycelte Abfallwärme an den Campus liefert. Der Spielzeug-Händler ROFU und der weltbekannte Kochtopfhersteller Fissler haben sich ebenfalls hier niedergelassen.

Doch das entwirft ein viel zu nüchternes Bild von Hoppstädten. Schließlich haben die mehr als 2.000 Einwohner auch ein Feeling für ausgefallene Veranstaltungen: Alle paar Jahre gibt es das legendäre Schubkarrenrennen, das von gestandenen Männern in wunderlicher Kleidung ausgetragen wird. Auch wenn kein Wettkampf ansteht, müssen die Rennschubkarren regelmäßig inspiziert werden und das ist ein willkommener Anlass zum Feiern.

Hoppstädten
Schneewiesenstr. 21
55765 Birkenfeld
Tel: 06782/990-0
Fax: 06782/990127
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 3137 (Stand: Juni 2007) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde mit Industrie-Gewerbe-Ansiedlung |
| Geschichte: | Hoppstädten, abgeleitet von “Hof-Stätte“, Stätte des Hofes, ebenfalls fränkischen Ursprungs, urkundliche Ersterwähnung 1318. Kurios und bemerkenswert: Bleiderdingen, Hoppstädten, Weiersbach und Neubrücke, von 1817-1937 Dörfer im oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld (bis 1918) bzw. des Landesteiles Birkenfeld (1918-1937) im Großherzogtum bzw. Freistaat Oldenburg „an der Nordsee“. Hoppstädten und Weiersbach mit ihren Ortsteilen Neubrücke und Bleiderdingen 1933 nach der “Machtübertragung“ auf die Nationalsozialisten erstmals zur „Bindestrich-Gemeinde“ Hoppstädten-Weiersbach zwangsvereint. Nach 1945 wieder Auflösung und “Entlassung“ von Hoppstädten und Weiersbach in den Status eigenständiger Gemeinden. 1969 im Zuge der Verwaltungsreform Rheinland-Pfalz Zusammenlegung als Gemeinde Hoppstädten-Weiersbach (größte Gemeinde im Landkreis Birkenfeld) |
| ourismus: | Altburg, Keltengräber, Kelten-Baumkreis, Judenfriedhof, Kirche St. Markus in Bleiderdingen |
| Vereine: | TuS Hoppstädten 1908, SV Weiersbach, Angelsportverein Hoppstädten 1969, Angelfreunde „Obere Nahe“,Musikverein Hoppstädten, Freiwillige Feuerwehr |
Letzte Änderung am: 23.11.2007, 23.31 Uhr