SENDETERMIN Do, 8.11.2007 | 18.45 Uhr

Utzerath

Ein Ortsporträt von Ulrike Wilhelm

Wenn der Utzerather Lauftreff morgens oder abends auf den Wirtschaftswegen rund um die 190 Einwohner-Gemeinde trainieren geht, sehen dabei wohl immer auch ein paar Pferde zu. Pferde gibt es schon lange in Utzerath. Pferdehöfe kamen und gingen. Sie und eine Baumschule sind auf den Höfen der klassischen Landwirtschaft gefolgt; heute gibt es nur noch einen Landwirt im Haupterwerb. Ein Pferdebetrieb, der sich gehalten hat, ist der Pfauenhof. Hier werden seit Jahrzehnten Rennpferde gezüchtet. Relativ neu im Dorf ist dagegen die Hufklinik Vulkaneifel. Sie gibt es erst seit zwei Jahren. Hufkranke Pferde werden hier mit Bewegungstherapie und Homöopathie gesund gepflegt.

Das Dorf im Landkreis Daun hat einen eigenen Bahnhof. Der liegt zwei Kilometer außerhalb und beherbergt heute Wohnung und Werkstatt eines Keramiker-Paares. Aus dem Bahnhof ist über die Jahrzehnte eine eigene kleine Ansiedlung geworden. Und seit mit der Eifelquerbahn die alte Bahnstrecke wiederbelebt wurde, gibt es auch wieder eine regelmäßig angefahrene Haltestation.


Auch manch altes Fachwerkhaus im Dorf hat seine Bestimmung geändert. Einige sind Ferienhäuser geworden, andere sind Wohnhäuser geblieben, aber mit Platz in den ehemaligen Ställen für eine Künstler- oder Restauratorenwerkstatt. Und dort, wo früher mitten im Dorf eine baufällige Scheune stand, ist jetzt in nur einem Jahr ein kleiner englisch-ländlicher Garten entstanden.


Utzerath


Verbandsgemeinde Daun

Leopoldstr. 29
54550 Daun
Tel: 06592/939-0
Fax: 06592/939200

www.utzerath-eifel.de
Daten & Fakten
Einwohnerzahl:197 (Stand: Dezember 2006)
Gemeindeart:Wohngemeinde mit Mischbauweise, landwirtschaftlich geprägt, u.a. Milch- und Ammen-Viehhaltung, größtenteils jedoch mit Pferdehaltung, -zucht und Pferdetherapie sowie einer Baumschule
Geschichte:Utzerath hieß 1518 noch„Otzenrode“. Die Endsilbe „rode“ deutet darauf hin, dass der Ort durch eine Rodung entstanden ist. Betrachtet man die geschützte Lage des Ortes, weitgehend von Wald eingekesselt, ist dies heute noch gut vorstellbar. Auf diese Entstehung sollen die silberne Axt und das silberne Eichenblatt im grünen Wappenteil hinweisen. Orts-/Schutzpatron der Ortsgemeinde Utzerath ist der heilige Antonius. Sein Attribut das Antoniuskreuz, hier mit zwei Pilger-Glöckchen behangen. Dargestellt in der Farbe rot, befindet es sich im linken silbernen Wappenteil. Der Name Utzerath wird erstmalig im 18. Jahrhundert, erst jedoch als "Outzenrath" geschrieben, verwendet.
Tourismus:Wanderwege mit Schutzhütte und Ruhebänken, verbunden mit dem Wegenetz der Nachbargemeinden, Radwege u.a. im VulkanBike-Trailpark, Ferienwohnungen
Vereine:Freiwillige Feuerwehr, Frauenverein, Fitness Gruppen (Gymnastik, Nordik Walking, Lauftreff), Laienspielgruppe


Stand: 26.10.2007, 23.36 Uhr