Ein Ortsporträt von Anne Lambertsen
Sendung vom Samstag, 26.7.2008 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Lautzenbrücken liegt im Westerwald an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Es ist ein ruhiger Wohnort im Grünen, immerhin die Hälfte der Gemeinde besteht aus Wald. Es gibt weder Geschäfte noch eine Gastwirtschaft im Ort, doch nur zwei Kilometer entfernt liegt die Stadt Bad Marienberg, dort gibt es alles, was die Lautzenbrücker brauchen.

Lautzenbrücken ist ein wohlhabendes Dorf. Für die 406 Einwohner gibt es ein Bürgermeisteramt, eine Mehrzweckhalle mit Kegelbahn und dazu noch ein Dorfgemeinschaftshaus. Sogar einen Weiher hat die Gemeinde angelegt, gepachtet hat ihn der Angelsportverein. Früher lebte das Dorf vom Basaltabbau. Der Steinbruch schloss 1994. Auf dem Gelände ist heute eine Erdaushubdeponie. Gleich nebenan produzieren die Mischwerke Lautzenbrücken Asphalt für den Westerwald.

Seit zehn Jahren lebt Doris Thiele in der Gemeinde. Die 61-jährige hat eine Sportlerkarriere hinter sich, die sich sehen lassen kann. Die erfolgreichste Disziplin der Leichathletin war das Speerwerfen, viele Jahre gehörte sie zur Nationalmannschaft. Schlagzeilen machte sie 1970 in einer ganz anderen Sportart. Doris Thiele ging als Fußballprofi nach Italien. Die Lautzenbrücker sind stolz auf ihre „Powerfrau“.

Lautzenbrücken
Kirburger Straße 4
56470 Bad Marienberg/Westerwald
Tel: 02661/6268-0
Fax: 02661/6268-201
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 410 (Stand: August 2007) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Geschichte: | erste geschichtliche Erwähnung im Jahr 1262, seit 1904 Telefonanschluss, völlige Umgestaltung des Dorfes während der Straßenbauarbeiten im Jahr 1965 |
| Tourismus: | zahlreiche Wander- und Radwege, die auch im Winter geräumt sind, Grillhütte, Mehrzweckhalle mit Kegelbahn, Angelweiher |
Letzte Änderung am: 29.08.2007, 14.26 Uhr