Ein Ortsporträt von Vera Panhoff
aus der Sendung vom Freitag, 5.10.2007 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Bei Halinka im „Bethof“ kann man gut essen - wie auch im Biergarten vom „Cramer Haus“, unterhalb der Burgruine Lindelbrunn - oder im „Goldenen Lamm“ mitten im Ort: Drei Gaststätten, drei mal mit Gästebetten – dabei hat Vorderweidenthal im Wasgau nicht mal 700 Einwohner! In das Tal im Pfälzer Wald in der Nähe der Grenze zu Frankreich kommen schon seit Jahrzehnten Wanderer und Pensionsgäste; doch jetzt will die Gemeinde darüber hinaus „staatlich anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde“ werden; der Tourismus ist die wichtigste Einnahmequelle.

Früher war Vorderweidenthal - mit den Verbindungsstraßen nach Dahn, Annweiler und Bad Bergzabern – auch Handels- und Einkaufszentrum. Davon ist fast nur noch der „Tante-Emma-Laden“ geblieben, der auf Wochenendurlauber und Camper gut eingestellt ist. Auch Landwirtschaft spielt kaum noch eine Rolle: immerhin erinnern Eier, Honig oder Kartoffeln „ab Hof“ noch daran, dass Vorderweidenthal früher ein Bauerndorf war. Der Schmied ist Kunstschmied geworden, der Schreiner drechselt noch, nebenberuflich, dafür nutzt ein Bildhauer ehemalige Kuhställe für Werkzeug und Material.

Ende des Zweiten Weltkriegs war Vorderweidenthal Kampfgebiet; jedes zweite Haus war zerstört. Das sieht man den gepflegten Anwesen mit Blumen und Gärten heute nicht mehr an. Doch wer als Besucher mit den Menschen, die hier leben,ins Gespräch kommt, der erfährt auch manches aus der bewegten Geschichte von Vorderweidenthal.

Vorderweidenthal
Königstr. 61
76887 Bad Bergzabern
Tel: 06343/701-0
Fax: 06343/70146
Letzte Änderung am: 27.09.2007, 10.41 Uhr