Ein Ortsporträt von Harald Hort
Sendung vom Freitag, 24.8.2007 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Eine Kapelle und fünf Bauernhöfe. Das ist das Örtchen Scheitenkorb auf den ersten Blick. Gerade 42 Menschen leben hier in 500 m Höhe in der rauen Eifel. Natürlich gibt es kein Geschäft, keine Fabrik, kein Gasthaus. Aber die Kapelle. Sie soll nach der Legende 1857 von einem Mann gestiftet worden sein, der viel Geld in der Lotterie gewonnen hatte. Einer der Schutzpatrone ist der Hl. Donatus, der vor Gewittern schützen soll. Das hat 1970 nichts genutzt. Ein Blitz schlug in den Turm ein und beschädigte sogar die Glocke.
Menschen gibt es, wie gesagt, wenige in Scheitenkorb. Dafür jede Menge Tiere. Und zwar ganz unterschiedliche.
Da sind zuerst die Kühe, mit denen sich zwei der fünf Höfe beschäftigen. Milchproduktion und Zuchtvieh stehen hier im Vordergrund. Der dritte Haupterwerbs-Betrieb kümmert sich um Schweinemast. Dann sind da noch zwei Feierabendlandwirte. Der eine züchtet Pferde und macht mit ihnen Distanzritte. Bei dem anderen gedeihen Esel und Damwild. Für die Eifel eher untypische Nutztiere.

In einem Stollen, einem Rest der zahlreichen Bunker, die im 2. Weltkrieg hier gebaut wurden aber inzwischen fast ganz verschwunden sind, haben Fledermäuse ihr Refugium gefunden. Das reicht aber noch nicht. Scheitenkorbs Fauna ist noch artenreicher. Da gibt es noch den Vogelliebhaber, der in seinen Volieren bunte Exoten züchtet. Alles in allem sind die Menschen unter den Scheitenkorbern deutlich in der Minderheit.
Scheitenkorb
Pestalozzistr. 7
54673 Neuerburg
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Letzte Änderung am: 16.08.2007, 10.57 Uhr