Ein Ortsporträt von Arnold Groß
Sendung vom Donnerstag, 7.8.2008 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Prosterath, das kleine Dorf im Hochwald, ist steinreich, besser gesagt reich an Steinen. Vor allem ein Quarzit-Felsen-Kamm ragt aus der Erde hervor, zieht sich durch den ganzen Ort und gibt Prosterath ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Und nicht nur das, ihm haben die Prosterather auch ihren Spitznamen zu verdanken: die "Felseretscher" (Felsenrutscher).

Tatsächlich war der Felsen einmal Treffpunkt ganzer Generationen von Jugendlichen. Das ist heute nicht mehr so, aus verschiedenen Gründen. Zum einen leben die Kinder und Jugendlichen von heute auch im Hochwald weniger in der Natur als vor dem Bildschirm. Zum anderen empfinden die Eltern von heute das Klettern und Spielen auf dem Prosterather Felsen als viel zu gefährlich.

Prägend fürs Ortsbild ist neben dem Felsen auch die Kapelle "St. Antonius" aus dem 19. Jahrhundert. Das im neugotischen Stil erbaute Gotteshaus bedarf einer Renovierung. Um dieses Vorhaben zu unterstützen, gab es an Pfingsten ein Kapellenfest, das eindrucksvoll dokumentierte, wie wichtig den Prosterathern ihre Kapelle ist.
Prosterath ist seit 1974 ein Ortsteil von Beuren, doch ihre eigenständige Identität haben sich die 125 Einwohner bis heute bewahrt. Der Großteil der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet im Raum Trier. Doch auch in Prosterath gibt es ein paar kleine Handwerks- und Kunstgewerbebetriebe, die von der landschaftlich schönen Lage des Hochwalddorfes profitieren.

Beuren (Hochwald)
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Letzte Änderung am: 06.07.2007, 00.00 Uhr