Ein Ortsporträt von Harald Hort
aus der Sendung vom Samstag, 16.2.2008 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Auf die Kirche ist man im Hunsrückdörfchen Geisfeld besonders stolz. Schließlich hat der bedeutende Barockbaumeister Balthasar Neumann die Pläne gezeichnet. Dass dann später aus Kostengründen nicht alles "nach Plan" gebaut wurde, spielt keine Rolle. Das Gotteshaus ist, vor allem innen, wunderschön.
Direkt daneben das moderne und großzügige Bürgerhaus, Zentrum aller Familien- und Vereinsaktivitäten. Die verschiedenen Abteilungen des Sportvereins trainieren hier. Zum Beispiel die Tae-Boo-Gruppe. Sie lernt einen speziellen Kampfsport für Frauen. Auch die Mutter-Kind-Gruppe "Sonnenkäfer" hat hier ihren Raum.
Für dessen Ausgestaltung ist die Geisfelder Künstlerin Duchow verantwortlich, die sich nicht auf ihr Atelier beschränkt, sondern an vielen Stellen im Ort Spuren hinterlassen hat.

Für die rund 600 Einwohner von Geisfeld gibt es ein Lebensmittelgeschäft, ein Autohaus, eine Fensterbaufirma, eine Schneiderei, eine Schreinerei und noch ein paar kleinere Firmen. Und es gibt noch einen Vollerwerbslandwirt. Das ist Theo Palm, gleichzeitig auch Ortsbürgermeister (oder Scholtes, wie er sich lieber nennt).
Theo Palm hat sich der Erzeugung naturnaher und gesunder Lebensmittel verschrieben. Seine Rinder leben das ganze Jahr hindurch an der frischen Luft. Sind sie mal krank, gibts keine Spritze, sondern ein homöopathisches Mittel.

Und er hat durchgesetzt, dass es im Nachbarort ein zugelassenes Schlachthaus gibt und in Geisfeld einen Zerlegebetrieb mit eigenem Metzger. Nun können die Leute im Dorf ihr eigenes Schwein oder Kalb halten und daraus Biofleisch machen lassen.
Es geht aber auch anders: Ingeborg Linke ist die 75jährige Jagdpächterin, die noch regelmäßig die "Schwarzkittel" waidgerecht "aus der Decke schlägt".

Geisfeld
Langer Markt 17
54411 Hermeskeil
Tel: 06503/809-0
Fax: 06503/809200
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 602 (Stand: Januar 2007) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Geschichte: | Erste geschichtliche Erwähnung im Jahre 883, Geisfeld zählte im Kurfürstentum Trier zum Amt Grimburg |
| Tourismus: | Zwei Gaststätten mit zusammen ca.50 Betten, ein weites Netz von erholsamen und ruhigen, zum Teil geteerten, Wanderwegen die durch den schönen Schwarzwälder Hochwald führen |
| Vereine: | Sportverein, Musikverein, Wanderverein, Feuerwehr, Frauengemeinschaft |
Letzte Änderung am: 27.02.2007, 00.00 Uhr