Ein Ortsporträt von Thomas Keck
aus der Sendung vom Sonntag, 27.1.2008 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Viele Menschen kommen seit Jahrzehnten hierher, um sich zu entspannen, Urlaub zu machen und die Natur zu genießen. Das Bistum Limburg errichtete hier in den sechziger Jahren ein Familienferienzentrum mit 36 Appartements. Inzwischen hat sich das Bistum zwar von der Anlage getrennt, doch der gemeinnützige Trägerverein, der sich von Beginn an um die Pflege der Einrichtung kümmerte, setzt den Betrieb des Ferienzentrums selbständig fort. Ein Glück für Hübingen, das sich mit dem Feriendorf identifiziert.

Die Attraktivität von Hübingen beschränkt sich jedoch nicht auf Feriengäste: Das Dorf hat viele Neubürger, die sich hier wohl fühlen. Die Dorfkneipe etwa wird von einem Ehepaar aus den Niederlanden betrieben, der Dorfchronist stammt eigentlich aus Baden-Württemberg und die Bildhauerin Brigitte Butzchen zog aus Köln hierher.

Eine besondere Geschichte ist die von Christiane Jung, die aus dem Saarland nach Hübingen zog und dabei, ohne es zu ahnen, zu den Wurzeln ihrer Familiengeschichte zurückkehrte. Ihr Urgroßvater kam aus Hübingen und stellte einst das Kreuz im sogenannten Heiligenhäuschen auf. Dass Hübingen ein so anziehender Ort ist, liegt sicher auch am regen Vereinsleben in der Buchfinkenlandhalle und an der Pflege des Ortsbildes: Zusammen mit den Nachbargemeinden Gackenbach und Horbach ist Hübingen Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung und gewann 2003 sogar den ersten Preis im Landeswettbewerb "Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung".

Hübingen
Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Tel: 02602/126-0
Fax: 02602/126-150
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 550 (Stand 2006) |
| Gemeindeart: | Ländliche Wohngemeinde mit Fremdenverkehr |
| Geschichte: | Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1347. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zum Territorium des Kurfürstentums Trier gehörig, ab 1806 zum Herzogtum Nassau. 1808 wird die Wendelinuskapelle im Dorf gebaut, die aber laut mündlicher Überlieferung nicht die erste Kapelle in Hübingen war. 1969 errichtet das Bistum Limburg in Hübingen ein Familienferiendorf. 2001 bis 2006 ist Hübingen zusammen mit den Nachbargemeinden Gackenbach und Horbach eine Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung. Ebenfalls zusammen mit den anderen beiden Buchfinkenland-Gemeinden gewinnt Hübingen 2003 und 2005 den jeweils ersten Preis im Landeswettbewerb "Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung". |
| Tourismus: | Familienferiendorf, Wanderwege |
| Vereine: | Freiwillige Feuerwehr Männergesangverein Möhnen Theaterverein Tennisverein Kinder- und Jugendchor |
Letzte Änderung am: 16.01.2008, 16.56 Uhr